Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Neun Neue im Dresdner Stadtrat

Neun Neue im Dresdner Stadtrat

Gleich neun Nachrücker verzeichnet der Stadtrat als personelle Halbzeit-Bilanz - so viele wie noch nie in der Geschichte des Dresdner Stadtrates zu diesem Zeitpunkt einer Wahlperiode.

Von Ralf Redemund

Im Juni 2009 wurde der Rat gewählt, nächste Wahl ist 2014. Jüngster Fall: Für den am 2. Dezember 2011 überraschend verstorbenen FDP-Stadtrat Eberhard Rink wird zur Stadtratssitzung am 19. Januar Dr. Frank Kroschinsky als Nachfolger vereidigt.

Der gebürtige Glauchauer (Jahrgang 1963) hat kurz vor Weihnachten der Stadt die Annahme des Mandats bestätigt, nachdem er sich mit seinen Kollegen auf der Arbeit und in der Partei sowie mit seiner Familie besprochen hatte. Kroschinsky hat bis zu seinem Abschluss 1990 Humanmedizin in Berlin und Dresden studiert und ist seit 1996 Facharzt für Innere Medizin. Zurzeit arbeitet der Mediziner als Leitender Oberarzt und Privatdozent am Dresdner Uniklinikum. Seit 2006 ist er im Landesfachausschuss Gesundheitspolitik und Pflege der FDP, war von 2008 bis 2011 im Bundesfachausschuss Gesundheit der Liberalen.

Kroschinsky ist nur einer von neun Neuen seit 2009. Der politisch wohl spektakulärste frühzeitige Abgang war der von Klaus Sühl. Der Linke-Stadtrat, der über alle Fraktionsgrenzen hinweg ob seiner besonnenen, pragmatischen Art Anerkennung genoss, schied am 2. September 2010 aus dem Stadtrat aus. Und das, obwohl er nicht nur stärkster Gegenkandidat von Helma Orosz (CDU) im Dresdner OB-Wahlkampf gewesen ist, sondern auch bei der Stadtratswahl mehr Stimmen geholt hatte als arrivierte Lokalpolitiker wie Linke-Fraktionschef André Schollbach, Jan Mücke (FDP) oder Eva Jähnigen (Grüne). Doch seine eigene Partei ließ den Niedersachsen hängen. Obwohl von Landtags-Fraktionschef André Hahn unterstützt, erhielt Sühl 2009 keinen der sicheren ersten sieben Listenplätze bei der Nominierung für die Bundestagswahl. Sühl landete nur auf Rang zehn. Das reichte erwartungsgemäß nicht für einen Einzug in den Bundestag, so dass Sühl sich endgültig nach einem anderen, auskömmlichen Polit-Job umsah und in Berlin für die Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund im Referat "Innen, Recht und Europa" fündig wurde.

Zuvor waren schon Eva Kämmerer (Grüne; berufliche Gründe) und Jürgen Felgner (FDP; gesundheitliche Gründe) ausgeschieden. Gerit Thomas (Grüne) und Jens-Uwe Zastrow (FDP) rückten nach. Andere gingen der Karriere wegen nach Berlin (Stephan Kühn; Jan Mücke) oder konzentrieren sich auf ihre Arbeit im sächsischen Landtag (Eva Jähnigen, Patrick Schreiber).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.01.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
23.09.2017 - 10:49 Uhr

Au Backe! Torsten Gütschow, der frühere dynamische Stürmer und heutige Trainer von Budissa Bautzen, musste in der Regionalliga eine derbe Schlappe einstecken.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.