Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Neumarkt Dresden: Investor schlägt Werkstattverfahren für Quartier III vor

Neumarkt Dresden: Investor schlägt Werkstattverfahren für Quartier III vor

Respekt, der Mann hat Entertainerqualitäten. Erst sperrt er gut 150 Leute in einen viel zu kleinen, überhitzten Raum, dann kommt er auch noch eine halbe Stunde zu spät – um ohne Kunstpause die Debatte an sich zu reißen und reichlich Szenenapplaus zu erhalten.

Voriger Artikel
Unwetter in Dresden: Bäume entwurzelt, Wasserstand der Elbe gestiegen
Nächster Artikel
Übergangswohnheim für ältere Obdachlose in Dresden-Prohlis geplant – Stadtrat entscheidet

Die Bebauung schließt direkt an das Polizeipräsidium an.

Quelle: Visualisierung

Christoph Gröner, Geschäftsführender Vorstand der CG Gruppe, eroberte gestern Abend die Herzen der Dresdner im Schnelldurchlauf. Auch wenn er nicht das sagte, was die übergroße Mehrheit im Hotel Suitess an der Frauenkirche hören wollte. Der Satz: „Das Palais Riesch wird nach historischem Vorbild wieder aufgebaut“, fiel nämlich nicht.

Gröner aber sagte: „Wenn 90 Prozent der Dresdner das alte Riesch wollen, dann werden wir es machen.“ Er sagte auch: „Wir wollen ein Vorhaben mit den Menschen entwickeln und nicht gegen sie.“ Der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) attestierte er artig Sachverstand. Aber: „Sie sind nicht die Dresdner. Sie vertreten einen Teil der Dresdner.“ Nein, beteuerte Gröner, er wolle keinen Fassadenwettbewerb für das Riesch ausloben. „Ich mache das, was Politik, Bürger, Stadtentwickler, die Menschen wollen.“

Für ihn mache es finanziell keinen Unterschied, ob er eine historische, eine gemäßigte oder eine hochmoderne Fassade baue. „Das kostet jeweils 1000 Euro pro Quadratmeter“, erklärte der Unternehmer und schlug vor: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir in einem Werkstattverfahren die beste Fassade entwickeln.“ Dabei könnten Architekten, Stadträte, Mitglieder der GHND mitarbeiten. „Dann stellen wir das Ergebnis vor. Wenn wir ausgebuht werden, müssen wir eben noch eine Runde drehen.“

php94545cd1d1201508141515.jpg

131 Millionen Euro sollen investiert werden.

Zur Bildergalerie

„Es hat sich noch kein Investor am Neumarkt so nah unters Volk gewagt wie Sie“, lobte Stefan Herzig von der GHND Gröner. Er plädierte dafür, nicht alle Bauten am Neumarkt nach historischem Vorbild zu rekonstruieren. „Aber die alten Fassaden vom Riesch möchte ich gerne haben.“ Nur ein Student des Städtebaus sprach tapfer gegen das historische Riesch und empfahl hochwertige moderne Architektur. „Wir sind offen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, so Gröner.

Die CG Gruppe investiert rund 131 Millionen Euro in das an das Polizeipräsidium grenzende Neumarkt-Quartier III/2: 167 Wohneinheiten und 265 Stellplätze in einer Tiefgarage sollen entstehen, dazu ein Hostel im Leitbau Palais Hoym. Zwei öffentliche Achsen sollen durch das Quartier führen, in dem neben mehreren Restaurants auch ein Lebensmittelmarkt mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche und ein Drogeriemarkt entstehen sollen. „Die ganze Dresdner Innenstadt ist voller teurer Hotels. Aber Hostels gibt es hier noch nicht“, erklärte Gröner seine Idee und kündigte weitere Informationsveranstaltungen an.

Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.