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Neues Wohnquartier für Mickten: Ein Investor will bis zu 900 Wohnungen bauen

Neues Wohnquartier für Mickten: Ein Investor will bis zu 900 Wohnungen bauen

In Dresden könnte bald ein neues Wohnviertel entstehen: Die Mika-Quartier GmbH will in der Perspektive bis zu 900 Wohnungen auf Baufeldern zwischen Flutrinne und Elbepark errichten. Das Investitionsvolumen könnte letztlich bei mehr als 100 Millionen Euro liegen.

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Quelle: DNN

Dresden. In Dresden könnte bald ein neues Wohnviertel entstehen: Die Mika-Quartier GmbH will in der Perspektive bis zu 900 Wohnungen auf Baufeldern zwischen Flutrinne und Elbepark errichten. Das Investitionsvolumen könnte letztlich bei mehr als 100 Millionen Euro liegen. Der Zeitplan ist ambitioniert. „Der Bauantrag für den 1. Bauabschnitt wird im 1. Quartal 2016 eingereicht“, teilte eine Sprecherin der Mika auf DNN-Anfrage mit. Im Bauausschuss des Stadtrats hatte das Unternehmen in nichtöffentlicher Sitzung kürzlich seine Pläne erstmals vorgestellt. Die Mika-Quartier GmbH & Co. KG ist ein Joint Venture der je zu 50 Prozent beteiligten Kommanditisten Townscape-Gruppe und Sassenscheidt GmbH & Co. KG. Townscape One ist ein in Deutschland und in der Schweiz ansässiger Projektentwickler für Wohn- und Gewerbeimmobilien. Die Sassenscheidt GmbH & Co.KG ist als Projektentwickler und Bestandshalter für private und gewerbliche Immobilien aktiv.
Mika will in einem 1. Bauabschnitt  bis Ende 2017 etwa 180 Wohnungen unter anderem für junge Familien errichten. Geplant sind 15 500 Quadratmeter Wohnfläche in drei sechsgeschossigen Bauteilen. Nördlich der Kaditzer Flutrinne soll das neue Stadtquartier entstehen, das Areal ist bereits voll erschlossen. Die benötigten  Baufelder hat die Mika nach eigenen Angaben in diesem Jahr von der Stuttgarter Züblin-Gruppe erworben. Im 2. Bauabschnitt sind neben Geschosswohnungsbauten auch Stadthäuser vorgesehen. Insgesamt will Mika in den nächsten 5 bis 6 Jahren bis zu 900 Wohnungen auf den 3 Baufeldern zu realisieren.
Wie hoch die Investitionssummen sein sollen, lässt das Unternehmen bislang noch offen. „Dazu sind derzeit noch keine verlässlichen Angaben möglich“, sagte die Mika-Sprecherin. Unterstellt man als Baukosten 2000 Euro pro Quadratmeter, kommen im ersten Bauabschnitt, der nur 20 Prozent der Gesamtpläne ausmacht, bereits 30 Millionen Euro zusammen. Auch zur konkreten Umsetzung des Hochwasserschutzes – der Bereich liegt im Überschwemmungsgebiet – machte Mika derzeit noch keine Angaben. Die „erforderlichen baunutzungsrechtlichen Bedingungen werden erfüllt“, hieß es ganz allgemein.
Das Baufeld für den ersten Bauabschnitt liegt zwischen Kötzschenbroder und Flößerstraße sowie Brockwitzer Str. und An der Elbaue. Daran schließen sich zwei Baufelder an, die bis zur Pieschener Straße gehen und zwischen Flößer- und Sörnewitzer sowie Sörnewitzer und Kötzschenbroder Straße liegen.„Die das Mika-Quartier prägende Instanz ist dabei der Landschaftsraum an der Elbe und an der Flutrinne. Die geschickte Einbindung des Landschaftsraums sichert eine hohe Lebensqualität und wird das Markenzeichen des Quartiers sein“, erklärte Erik Sassenscheidt Geschäftsführer der Sassenscheidt GmbH, nach Firmenangaben vor dem Stadtratsausschuss. Die Erreichbarkeit sei durch den öffentlichen Nahverkehr und den Anschluss an die Autobahn 4 hervorragend. Von der Grundschule über Ärzte bis hin zu Einkaufszentren würden alle Einrichtungen des täglichen Bedarfs schon vorhanden sein.
Mika äußerte sich noch nicht zu detaillierten Zeitplänen, strebt aber ein beschleunigtes Aufstellungsverfahren an. „Mit der Bewilligung des Bauvorhabens hätte das Gebiet, welches seit 2001 als baureif gilt, endlich seine Bestimmung gefunden. Der zunehmende Bedarf an Wohnungen, der auch in Dresden in den nächsten Jahren prognostiziert wird, kann damit ein gutes Stück gedeckt werden“, sagte Henrik Sassenscheidt, Geschäftsführender Gesellschafter der Townscape-Gruppe. „Für uns ist der Eintritt in diesen attraktiven Dresdner Markt eine große Herausforderung, der wir mit Spannung entgegen sehen.“
Das dürfen auch die Dresdner. Der baupolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Gunter Thiele, befürwortet das Projekt grundsätzlich, auch wenn nach der ersten Projektvorstellung alles noch genau geprüft werden müsse. „Der Zeitplan ist mit einem normalen Bebauungsplan-Verfahren aber nicht haltbar“, fügte er hinzu. Die nötigen Beschlüsse seien in der kurzen Zeit nicht möglich. Die Signale aus der Stadtverwaltung gehen in die gleiche Richtung: Die Vorlage für den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan befinde  sich in der verwaltungsinternen Abstimmung. „Auf Grund der festgelegten Gremienfolge wird die abschließende Behandlung im Bauausschuss voraussichtlich im 1. Quartal 2016 erfolgen“, erklärte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain gegenüber DNN.
Fragen haben auch die Grünen noch. „Die Entwicklung des Stadtgebiets ist wichtig“, erklärte der baupolitische Sprecher der Stadtratsfraktion, Thomas Löser. Die vorliegenden Informationen seien jedoch in einem so frühen Stadium, dass eine endgültige Beurteilung noch nicht möglich sei. Zu den zu klärenden Fragen zähle die Ansiedlung eines kleinteiligen Einzelhandels. „Es muss Leben in das Gebiet hineinkommen“, sagte Löser. Er verwies zudem darauf, dass nach den Vorstellungen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit bei allen Bebauungsplänen die Investoren zu 15 Prozent sozialem Wohnungsbau verpflichtet werden sollen. Löser sagte, es gehe nicht darum, Projekte zu verhindern. Mit dem Investor müsse darüber aber gesprochen werden. Wie das beim Mika-Projekt aussieht, ist noch offen. Auf die Frage, ob ein Teil der Wohnungen mit einer Mietobergrenze oder anderer Sozialbindung versehen werden soll, hieß es bei Mika, dies sei „momentan nicht geplant“.

Ingolf Pleil

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