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Neues OP-Zentrum für Klinikum Dresden-Friedrichstadt

Neues OP-Zentrum für Klinikum Dresden-Friedrichstadt

Das Krankenhaus Friedrichstadt setzt seine Modernisierung fort: Das Haus N - jetzt unter anderem von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie genutzt - wird gerade umfassend saniert.

Dabei werden nicht nur die zwei leer stehenden Pflegestationen mit jeweils 30 Betten erneuert, sondern auch drei OP-Säle geschaffen. Zusammen mit dem Haus C wird das Gebäude dann ab 2016 neues chirurgisches Zentrum am Krankenhaus Friedrichstadt. "Seit 1997 planen wir die Modernisierung des Krankenhauskomplexes", sagte Stefan Ziesche, Leiter des Baumanagements. Damit solle die Patientenversorgung langfristig verbessert und optimiert werden. Wegen der stetig wachsenden Zahl komplexer Eingriffe bei schwerstkranken Patienten seien die zusätzlichen OP-Säle nötig geworden. Nach Abschluss der Arbeiten würden die ehemals sieben OP-Standorte zu zwei Zentren, bestehend aus den Häusern M-C-N und H-K-R, zusammengefasst. Die Friedrichstädter Experten erhoffen sich durch die zusätzlichen OP-Säle auch eine Leistungssteigerung bei der Versorgung von Patienten der Allgemeinchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie des überregionalen Traumazentrums, der Gynäkologie und der Handchirurgie.

Neben den Fachbereichen entstehen im Dachgeschoss des Hauses N neue Arztdiensträume, Bereitschaftszimmer und Konferenzräume. Im Erdgeschoss ist der Bau einer Caféteria mit ebenerdiger Terrasse am Neptunbrunnen geplant. Allerdings fehlen dafür Ziesche zufolge bislang die nötigen finanziellen Mittel.

Großes Thema bei der Sanierung sind auch die aktuellen Brandschutzvorgaben sowie Maßnahmen zur Optimierung des Energieverbrauchs. "In Sachen Brandschutz ist das Gebäude nicht mehr auf dem heutigen Stand", sagte Ziesche. "Auch die energetische Bilanz ist bautechnisch gesehen ganz schlecht."

Da das Gebäude wie die meisten Häuser auf dem Areal unter Denkmalschutz steht, gestaltet sich die Arbeit an den Außenfassaden als besonders umfangreich. Die Dämmungen müssen innen angebracht werden, um die historische Außenfassade zu erhalten. Die Sanierung kostet insgesamt etwa 16 Millionen Euro. Davon stellt das sächsische Sozialministerium 11,7 Millionen Euro zur Verfügung, 3,1 Millionen Euro kommen von der Stadt. Den Rest zahlt das Krankenhaus aus eigenen Mitteln und Fördergeldern.

Die Erneuerung von Haus N ist ein weiterer wichtiger Baustein bei der Modernisierung und der Reform des Städtischen Klinikums. Die Krankenhäuser in Dresden-Neustadt und Dresden-Friedrichstadt leiden unter hohen Verlusten. Um diese abzufedern, wollte die Stadt vor drei Jahren eine Krankenhaus GmbH gründen. Bei einem von den Linken initiierten Bürgerentscheid stimmte jedoch die Mehrheit der Dresdner für eine Reform innerhalb der städtischen Eigenbetriebe. Nach ersten Maßnahmen konnte der Schuldenzuwachs zwar verringert, jedoch noch nicht gestoppt werden. Laut Prognosen fallen die Verluste in Friedrichstadt in diesem Jahr nur mit etwa 700 000 Euro statt geplant mit 1,4 Millionen Euro ins Gewicht. Dafür landet Neustadt mit 2,7 Millionen Euro statt mit 1,9 Millionen Euro im Minus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.09.2014

Juliane Weigt

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