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Neues Museum in der Johannstadt

Neues Museum in der Johannstadt

In der Johannstadt wird heute, 17 Uhr ein neues Museum eröffnet. Die kleine aber feine Schau in zwei Räumen der Johannstadthalle trägt den Titel "Wohnkultur".

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Ausstellungsgestalter Detlef Lieffertz und Kuratorin Susann Gramm vor einem alten Küchenherd und einer Einbauküche aus 60er Jahren, die erst kürzlich aus einer Wohnung an der Franz-List-Straße ausgebaut und wieder aufgearbeitet wurde. Jetzt hat sie im Wohnkultur-Museum einen neuen Platz gefunden.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Catrin Steinbach

Sie erzählt am Beispiel des Stadtviertels Johannstadt mit Hilfe von Möbeln, Alltagsgegenständen, einem alten Kachelofen, historischen Fotos, Filmen, Hörbeiträgen sowie anhand von Schriftdokumenten die Geschichte des Wohnungsbaus in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute. Zudem nimmt sie Bezug auf die Geschichte der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ). Diese ist der Initiator des Museums, das das Spektrum des soziokulturellen Vereins Johannstadthalle e.V. ergänzt.

Viele Millionen Euro hat die Wohnungsgenossenschaft seit der Wende in die Sanierung und Modernisierung ihres Wohnungsbestandes gesteckt. Dabei mit Fingerspitzengefühl und Hochachtung vor dem, was zuvor geschaffen worden war, zu Werke zu gehen und Altes zu bewahren, sei der WGJ schon immer wichtig gewesen, betonte WGJ-Vorstand a.D. Uta Knorr. Auf diese Weise entstand bei der WGJ eine Sammlung von Dingen, die die Geschichte des Wohnens dokumentieren. Aus diesem Fundus konnten die Ausstellungsmacher schöpfen.

Mit der Konzeption und Verwirklichung des kleinen Museums wurden der Leipziger Maler und Grafiker Detlef Lieffertz und die Chemnitzer Kultur- und Kunstwissenschaftlerin Susann Gramm beauftragt. Sie gingen in diversen Archiven, auf Trödelmärkten und bei ebay auf "Trüffelsuche" wie es Lieffertz ausdrückte. Zudem beteiligten sich zahlreiche Genossenschafter an der Ausstattung der Schau.

"Mit den Exponaten war es wie beim süßen Brei. Wir konnten gar nicht so schnell löffeln, wie der nachwuchs", freute sich Lieffertz. Nicht alles ist in der Schau zu sehen, es ist aber auch nicht auf Nimmerwiedersehen im WGJ-Depot verschwunden. Denn das kleine Museum, das nicht nur viel zum Schauen bietet, sondern auch zum Anfassen, Erinnern, Nachdenken und Mitmachen, soll sich immer wieder verändern. Und es soll die Besucher animieren, Visionen und Ideen zum Thema "Wie wollen wir morgen wohnen?" zu äußern und zu diskutieren.

Dafür, dass das nicht nur ein guter Vorsatz bleibt, ist der eigens engagierte Museologe Valentin Steinhäuser zuständig. Er will mit ver- schiedenen Angeboten Leben in das kleine Museum bringen, wird aber immer wieder auch außerhalb des Museums Bezugspunkte suchen. Das Johannstadtarchiv zum Beispiel wäre ein solcher. Oder die fünf noch im- mer in Funktion befindlichen, über 100 Jahre alten Wäschemangeln der WGJ.

WohnKultur - Ausstellung zum Bauen und Wohnen nach 1945 im Kulturzentrum Johannstadthalle e.V., Holbeinstraße 68; Tel.: 4 46 95 68

offizielle Eröffnung: 15.9., 17 Uhr mit OB Helma Orosz

Öffnungzeit: Di./Do. 14-19 Uhr und auf Anfrage

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.09.2012

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