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Neues Magazin für Dresden: 360 Gramm

Medien Neues Magazin für Dresden: 360 Gramm

Acht Dresdner sammeln auf Startnext Mittel für ein neues Magazin für Dresden. Im November soll das erste Heft erscheinen – vorausgesetzt 13000 Euro kommen zusammen.

Maxi Albrecht, Frieda Pirnbaum und André Hennig (v.l.) gehören zum Team von 360 Gramm.

Quelle: Hauke Heuer

Dresden. Printmedien sind noch nicht tot, aber das gedruckte Wort liegt auf dem Sterbebett. Die digitalen Enkel starren derweil sabbernd auf ihre Smartphones und warten wie die Geier auf das fette Erbe, das ihnen bis heute verwehrt bleibt. Verrückt, wer in diesen Zeiten eine Zeitung gründen will. Acht Dresdner tun es trotzdem. Im November soll die erste Ausgabe ihres Magazins 360 Gramm erscheinen. Dann folgt einmal im Quartal ein neues Heft.

Vorausgesetzt, dass Geld für dem Druck ist da. Bei der Finanzierung setzen die Initiatoren voll auf die Crowd und sammeln noch bis zum 21. Juli auf der Plattform Startnext die nötigen Mittel ein. Von den als Fundingziel gesetzten 13000 Euro sind bereits rund 4500 Euro zusammengekommen.

Mitbegründer André Hennig erklärt das zumindest für Dresden bisher einmalige Konzept des Magazins: „Wir wollen ein hochwertiges Produkt auf den Markt bringen, das sich zum einen mit der Stadt Dresden beschäftigt, aber zum anderen mit jeder Ausgabe eine monothematische Ausrichtung einnimmt, die sich fast durch das ganze Blatt zieht. So soll sich das erste 360 Gramm Heft dem Thema Provinz widmen – Details können wir aber noch nicht verraten“.

Ein reines Wohlfühlmagazin will 360 Gramm jedoch nicht sein, sondern sich auch den Themen, die die Dresdner bewegen, wenn auch nicht topaktuell, dafür aber umfangreich widmen. „Wir wollen weg von der Flüchtigkeit. Der lange Produktionszeitraum ermöglicht es uns, Themen hintergründiger und breiter aufzugreifen, als es zum Beispiel in einer Tageszeitung der Fall wäre“, erklärt Frieda Pirnbaum, die für die Vermarktung des Magazins verantwortlich ist. Dieser angestrebte Blick aus allen Winkel findet sich auch im Namen wieder, der gleichzeitig schlicht das Gewicht des Heftes angibt – 360 Gramm reichen für 64 Magazinseiten.

Die müssen gefüllt werden. Nicht, wie bei vielen vergleichbaren Produkten, ausschließlich mit ausladenden Features und Reportagen, die sich in einer Bleiwüste ausbreiten, sondern auch kleinteilig, mit kurzweiligem Formaten und Fotostrecken. „Wir wollen ein modernes, optisch ansprechendes Magazin gestalten, das auch lokalen Fotografen und Künstlern als Plattform dienen soll“, sagt Grafikerin Maxi Albrecht.

Dabei können die Macher auf viel Erfahrung zurückgreifen. „Die meisten von uns kommen aus dem Umfeld des Stadtmagazins. So besteht bereits ein Netzwerk aus potenziellen Mitarbeitern auf das wir zurückgreifen können“, erklärt Hennig. Der Haken: Geld wird mit dem Projekt, in dem immerhin schon zwei Jahren konzeptionelle Arbeit stecken, vorerst niemand verdienen. „Das Geld, das wir auf Startnext sammeln, reicht nur für den Druck der ersten 5000 Exemplare, die sind dann in vielen Dresdner Geschäften für unter fünf Euro zu haben“, sagt Pirnbaum und fügt hinzu, „360 Gramm treiben wir alle neben unseren eigentlichen Tätigkeiten voran – das ist unser Herzensprojekt“.

Startnext-Kampagne: www.startnext.com/360-gramm-dresden

Von Hauke Heuer

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