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Neuer Streit um Neue Mensa - Ministerium will Verantwortung an das Studentenwerk abdrücken

Neuer Streit um Neue Mensa - Ministerium will Verantwortung an das Studentenwerk abdrücken

Das Gezerre um die Zukunft der Neuen Mensa an der TU Dresden entwickelt sich immer mehr zum Politikum. Angeblich rückt das sächsische Finanzministerium von seinen umstrittenen Abrissplänen ab und will die Mensa wieder wie ursprünglich geplant sanieren – allerdings mit dem Studentenwerk Dresden als Bauherr, das damit nicht nur Nutzer des Hauses wäre, sondern auch die Verantwortung für das millionenschwere Bauvorhaben übergestülpt bekäme.

Ministeriumssprecher Stephan Gößl hielt sich am Montag gegenüber den DNN bedeckt. Das Thema Neue Mensa sei bis zu den Verhandlungen für den nächsten Doppelhaushalt 2015/2016 vertagt worden, aktuell könne er sich nicht zu Details äußern. Der CDU-Landtagsabgeordnete Geert Mackenroth bestätigte jedoch auf Anfrage, dass es Überlegungen gibt, die Neue Mensa mit dem Studentenwerk als Bauherr zu sanieren. „Ich finde diesen Vorstoß sehr interessant. Ob er realisierbar ist, kann ich nicht beurteilen, würde aber gerne das Für und Wider sorgfältig und intensiv diskutieren. Ich bin – Abriss hin, Erhalt her – für die wirtschaftlichste und die Aufgaben einer Mensa am besten abdeckende Lösung“, betonte Mackenroth.

Von Seiten des Studentenwerks Dresden gab es zunächst keine Reaktion, da Geschäftsführer Martin Richter die nächsten zwei Wochen in den Ferien weilt und die Verhandlungen mit dem Finanzministerium erst nach seiner Rückkehr fortgesetzt werden. „Diese Gespräche möchte das Studentenwerk Dresden abwarten, bevor weitere Stellungnahmen gegenüber der Presse erfolgen“, sagte Sprecherin Heike Müller. Dem Vernehmen nach sollen die Verantwortlichen des Studentenwerks von dem Vorstoß aus dem Ministerium aber alles andere als begeistert sein. Die Frage der Finanzierung steht ebenso im Raum wie die nach der geeigneten Kompetenz.

Fakt ist: Das Studentenwerk Dresden hat keinerlei Erfahrung beim Bau von Mensen, die Verantwortung dafür liegt seit jeher in den Händen des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements. „Wenn die Situation nicht so ernst wäre, könnte man die neue Idee aus dem Finanzministerium für einen Karnevalsscherz halten“, schimpft der Grünen-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Gerstenberg. „Die Verantwortung für die Sanierung auf das Studentenwerk abzuschieben, ist eine Frechheit. Der Freistaat hat als Eigentümer der Immobilie die Sanierung jahrelang vor sich hergeschoben.“

Christoph Stephan

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