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Neuer Rettungsversuch für Robotron-Glasfenster

Bau-Kunst Neuer Rettungsversuch für Robotron-Glasfenster

Nach einem ersten gescheiterten Bergungsversuch der Bleiglasfenster im einstigen Robotron-Gelände an der St. Petersburger Straße (DNN berichteten) soll nun ein zweiter Versuch unternommen werden. Wie der Investor, die Immovation-Unternehmensgruppe, mitteilte, soll versucht werden, zumindest einen Teil der Bleiglasfenster aus den Treppenhäusern zu bergen.

 

 
 

Quelle: Screenshot

Dresden.  Nach einem ersten gescheiterten Bergungsversuch der Bleiglasfenster im einstigen Robotron-Gelände an der St. Petersburger Straße (DNN berichteten) soll nun ein zweiter Versuch unternommen werden. Wie der Investor, die Immovation-Unternehmensgruppe, mitteilte, soll versucht werden, zumindest einen Teil der Bleiglasfenster aus den Treppenhäusern zu bergen. Ein Glaser im Auftrag der Stadt war daran bisher gescheitert.

„Wir gehen zwar davon aus, dass die Einschätzung des Fachunternehmens zutrifft, aber wir wollen dennoch nichts unversucht lassen. Daher haben wir in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz jetzt vor, zusammen mit den Profis der Firma Nestler zu versuchen, zwei vollständige Fenster aus zwei Stockwerken zu entnehmen“, verkündet nun Lars Bergmann, Vorstand der Immovation AG.

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Die Bleiglasfenster im Dresdner Robotron-Gebäude sollen erhalten werden.

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Den Stein ins Rollen gebracht hatte das Netzwerk ostmodern. Die Initiative aus Denkmalpflegern, Geografen, Historikern, Stadtplanern, Architekten, Künstlern und Politikern hatte den Investor aufgefordert, die künstlerisch wertvollen Elemente der einstigen DDR-Vorzeige-Architektur zu retten. Einige Elemente waren gesichert und ins städtische Lapidarium gebracht worden. An den Fenstern in den Treppenhäusern zum Innenhof waren die Fachleute aber zunächst gescheitert.

Die gigantischen Bleiglasfenster sind nicht nur wegen ihrer künstlerischen Qualität bedeutend, sondern auch, weil es kaum Vergleichbares gibt. „Ihre Zerstörung würde einen schweren Verlust für das Dresdner Kunstgedächtnis bedeuten, der schlecht zu einer Stadt passen will, welche sich mit dem Label einer ‘Kunst- und Kulturmetropole‘ schmückt“, sagt Matthias Hahndorf von ostmodern. „Den Mitarbeitern der Nestler Firmengruppe auf der Baustelle wünschen wir ein sanftes Händchen“, teilte ostmodern mit.

Wie Hahndorf gegenüber den DNN mitteilte, hofft ostmodern weiterhin auf eine Rettung der Fensterfront in Gänze. Denn die Segemente würden sich nicht wiederholen. Die Rettung von zwei Elementen könne nicht den Gesamteindruck wiedergeben. Gleichwohl sei man froh, dass sich der Investor dem Thema annimmt.

Zudem hofft ostmodern, dass die Immovation AG vielleicht überlegt, die Fenster zu bergen und später im Neubau wieder zu nutzen. Das schaffe Werte und sorge für Aufmerksamkeit, so Hahndorf. Es gebe nicht mehr viele Beispiele von hochwertiger DDR-Architektur. Daher könne das Wiederverwenden der Bleiglasfenster auch eine zusätzliche Attraktion darstellen. Das wolle man dem Investor vermitteln.

Immovation will auf dem ehemaligen Robotron-Gelände bis zu 3000 Wohnungen errichten. Dafür laufen jetzt die ersten Vorbereitungen, das erste Gebäude wird zurzeit entkernt. Wie der Investor mitteilte, erfolge die Sicherung der Architektur-Elemente auf freiwilliger Basis. Das Robotron-Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz.

Von sl/ttr

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Kunst am Bau
Die Fenster sollen erhalten werden – doch das ist technisch offenbar nicht machbar.

Der Robotron-Investor Immovation könnte sich bei seinem ersten Dresdner Projekt um DDR-Baukultur verdient machen. Das Netzwerk ostmodern will die künstlerisch wertvollen, haushohen Bleiglasfenster im Robotron-Gebäude „Atrium I“ vor der Zerstörung bewahren. Doch die Umsetzung macht Sorgen.

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