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Neuer Globus-Markt in Dresden: Unternehmen will Brache lebendig machen

Neuer Globus-Markt in Dresden: Unternehmen will Brache lebendig machen

Während Neustädter und Pieschener Händler der geplanten Globus-Ansiedlung kritisch entgegensehen, will das Unternehmen das brachliegende Areal am Alten Leipziger Bahnhof lebendig machen.

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Auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofs in Dresden soll ein Globus-Markt entstehen. (Archiv)

Quelle: Madeleine Arndt

Globus besitzt laut Vertrag die volle Verfügung über das Grundstück. Der gesamte Stadtteil werde profitieren, wenn hier durch das Globus-Bauvorhaben eine städtebaulich sensible Aufwertung geschehe, teilte das Unternehmen auf Anfrage von DNN-Online mit. Der Kaufvertrag mit der Quest Advice GmbH sieht allerdings eine Rückgabe vor, sofern Globus kein Baurecht für das Warenhaus bekommt.

Etwa 45 Prozent der künftigen Kunden werden über öffentliche Verkehrsmittel, zu Fuß oder per Fahrrad dorthin zum Einkaufen kommen, prognostiziert das Unternehmen. Von den 55 Prozent der Kunden, die per Auto kommen, werde ein erheblicher Anteil aus dem Verkehrsaufkommen stammen, das täglich nah an dem Gelände vorbeifährt. Über die Leipziger Straße sind das pro Tag rund 24.000 Fahrzeuge, über die Hansastraße knapp 40.000 Fahrzeuge. Dies sei auch der Grund, weshalb Neustädter Händler keine Umsatzeinbrüche zu befürchten hätten.

Globus argumentiert, dass ein großer Teil der potenziellen Kunden nicht aus der Neustadt komme, sondern mit dem Auto von weiter weg. Der Handelsverband Sachsen, die IHK Dresden, das City Management, der Unternehmerverein Dresden-Pieschen und der Gewerbe- und Kulturverein Dresden-Neustadt kritisieren die geplante Ansiedlung allerdings. In einem eigenen Gutachten gehen sie von Umsatzrückgängen für die zahlreichen Händler der Umgebung aus.

Globus wiederum kritisiert das Schreiben: „Das Gutachten der Fa. Dr. Lademann & Partner behauptet ohne schlüssige Belege, dass es zu einem Umsatzrückgang von 20 Prozent bei Lebensmittel- und Drogeriegeschäften kommen werde.“ Es sei unseriös, da es auf falschen und nicht belegten Herkunftsangaben der potenziellen Globus-Kunden beruhe. Insgesamt weise das Lademann-Gutachten diverse Ungereimtheiten und methodische Fehler auf, ist man sich bei Globus sicher. Vor allem wirft man den Schreibern der Studie Unkenntnis des lokalen Marktes in Dresden vor.

Nach eigenen Angaben werde das Geschäft mit seinen geplanten 8800 Quadratmeterns Verkaufsfläche insbesondere mit angebotsgleichen Märkten in Konkurrenz treten. Einzig den Händlern in Pieschen drohen geringe Umsatzeinbußen, schätzt das Unternehmen die künftige Situation ein. Durch neue Kunden, die vor Ort parken, könnte der Handel im Umkreis jedoch auch profitieren. Insgesamt will man vor Ort 300 Mitarbeiter anstellen und rund 30 Millionen Euro investieren.

dbr

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