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Neuer Entwurf für das Palais Riesch: Altes in moderne Architektur übersetzt

Dresdner Neumarkt Neuer Entwurf für das Palais Riesch: Altes in moderne Architektur übersetzt

Der erste Entwurf für das Palais Riesch im Quartier III/2 am Neumarkt war durchgefallen. Jetzt präsentierte der Investor CG Gruppe AG den Siegerentwurf eines neues Wettbewerbsverfahrens. „Wir wollen die Rekonstruktion von alter Handwerkskunst in moderne Architektur übersetzen“, erklärt Preisträger Tobias Nöfer seinen Ansatz.

So fügt sich das „Riesch“ in das Ensemble an der Rampischen Straße ein.
 

Quelle: CG Gruppe AG

Dresden. Ist es ein Wink des Schicksals? Die Gesellschaft Historischer Neumarkt hatte das Berliner Büro Nöfer Architekten als Teilnehmer für das Wettbewerbsverfahren für die Fassade des Palais Riesch am Neumarkt empfohlen. Der Entwurf der Berliner Architekten setzte sich mit 11 zu 3 Stimmen in der Jury durch. Es ist ein moderner Entwurf, der sich aber intensiv mit der historischen Fassade des Palais Riesch auseinandersetzt.

Ins Auge fallen besonders schmiedeeiserne Elemente an den Fenstern. Für Tobias Nöfer ein Weg, traditionelle Handwerkskunst in moderne Architektur zu übersetzen. Er habe eine Lösung bieten wollen, die sich von den Schubladen „historisch“ und „modern“ löse. „Unser Vorschlag passt sowohl zur gestellten Aufgabe als auch zum besonderen Ort. Wir greifen den Rhythmus des Vorgängerbaus auf. Die Fassade fügt sich dezent und gleichzeitig elegant in das Straßenbild ein – und ist damit ein ähnlicher Blickfang wie einst das Palais Riesch.“

Der erste Entwurf für das Palais Riesch im Quartier III/2 am Neumarkt war durchgefallen. Jetzt präsentierte der Investor CG Gruppe AG den Siegerentwurf eines neues Wettbewerbsverfahrens. Wir zeigen Ihnen die Details:

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Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender des Investors CG Gruppe AG, lobte die Arbeit aller zehn im Wettbewerb vertretenen Architekten. Drei Entwürfe seien in die engere Auswahl gelangt. Über Sieg und Plätze hätten Nuancen entschieden. „Wir glauben, den Dresdnern mit diesem Entwurf eine sehr gute Architektur zu geben, die den Namen Palais zu Recht trägt“, so Gröner. Das Palais Riesch werde in dem neuen Gebäude erkennbar fortleben und dem gesamten Quartier großstädtisches Flair verleihen. Er sei sich sicher, mit diesem Entwurf einen deutlich breiteren Konsens für alle Interessengruppen erreichen zu können.

Gröner betonte, er hätte auch den ersten, modernen Entwurf des Dresdner Büros Dähne &Pfau errichten lassen können. „Wir haben aber akzeptiert, dass dieser Entwurf nicht konsensfähig ist. Auch wenn ich mir persönlich keinen Fehler vorzuwerfen habe – wir haben alle Vorgaben erfüllt, die Stadtrat und Verwaltung an uns gestellt haben.“ Gröner warnte davor, die Leistungen von Architekten zu diffamieren. „Das sind Menschen, die sich Gedanken machen und eine Leistung erbringen. Das dann als ’Strichcode’ zu titulieren, befremdet mich“, erinnerte er an die heftige öffentliche Kontroverse um den ersten Siegerentwurf.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Die Grünen) lobte den Investor dafür, trotz Baurechts für den Erstentwurf eine erneute Gestaltungsrunde zu initiieren. „Damit kam er den Wünschen der Bevölkerung und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau nach.“ Der jetzt ausgewählte Entwurf strahle ein in sich ruhendes Selbstverständnis und gleichzeitig architektonische Raffinesse aus. „Ich habe mich sehr gerne für den Entwurf des Büros Nöfer ausgesprochen“, so Schmidt-Lamontain. Auch die in der Jury vertretenen Stadträte Hans-Joachim Brauns (CDU), Tilo Wirtz (Die Linke), Thomas Löser (Die Grünen) und Peter Bartels (SPD) hätten für den Nöfer-Entwurf votiert, so Gröner.

Er werde jetzt die Unterlagen für die Baugenehmigung erarbeiten lassen, kündigte der Investor an. Im September wolle er sie bei der Verwaltung einreichen. „Wir rechnen mit einem halben Jahr Bearbeitungsdauer.“ Bei einem Baubeginn im Frühjahr 2017 könnten die Mieter der Geschäfte, Büros und Wohnungen im Quartier III/2 vor Weihnachten 2019 einziehen, so Gröner.

Und die GHND? Erst müssten Vorstand und Kuratorium in einer gemeinsamen außerordentlichen Sitzung über den vorgelegten Entwurf beraten, bevor man eine öffentliche Erklärung abgeben werde, erklärte der GHND-Vorstandsvorsitzende Torsten Kulke.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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