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Neuer Betreiber für Dresdner Touristinformation gesucht

Vergabe Neuer Betreiber für Dresdner Touristinformation gesucht

Die Landeshauptstadt Dresden schreibt ihre touristischen Dienstleistungen aus. Ende des Jahres endet der mit einem jährlichen Brutto-Zuschuss von 750 000 Euro dotierte Vertrag mit dem jetzigen Dienstleister Dresden Information GmbH.

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Der Eingang der Dresden Information

Quelle: Dresden Information

Dresden.  Die Landeshauptstadt Dresden schreibt ihre touristischen Dienstleistungen aus. Ende des Jahres endet der mit einem jährlichen Brutto-Zuschuss von 750 000 Euro dotierte Vertrag mit dem jetzigen Dienstleister Dresden Information GmbH. Der neue Vertrag soll eine Laufzeit von fünf Jahren und die Option der Verlängerung bis Ende 2025 haben. Das sei bewusst so gewählt worden, um eine eventuelle erfolgreiche Bewerbung von Dresden als europäische Kulturhauptstadt berücksichtigen zu können, heißt es in einer Vorlage von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) für den Stadtrat.

Von der relativ langen Vertragslaufzeit erhoffe sich die Stadt eine höhere Bereitschaft vom Dienstleister, neue Produkte im Tourismussegment insbesondere im finanziell aufwendigen, technologischen Bereich zu entwickeln. Die Bewerber werden dazu aufgefordert, ein Konzept zu entwickeln, dass touristische Informationen auf der Neustädter Elbseite ermöglicht. Ebenso soll der Bewerber touristische Produkte entwickeln, die auf Familien mit Kindern zugeschnitten sind sowie den sanften Tourismus befördern.

Die Stadt erwarte Konzepte von den Bietern und lasse ihnen bei der Wahl der Standorte, der Personalausstattung und der Konzeption der Leistungen erhebliche Gestaltungsspielräume. Die eingehenden Angebote sollen von einer Lenkungsgruppe beurteilt werden, die sich aus je einem Stadtrat pro Fraktion, fachkundigen Verwaltungsmitarbeitern und Vertretern der Dresden Marketing GmbH zusammen setzen soll. Für die Vergabe wählt die Stadt einen öffentlichen Teilnahmewettbewerb.

Der Dienstleister muss die offizielle Touristinformation der Stadt an zwei Standorten betreiben, wobei sich einer in der Inneren Altstadt und ein zweiter in der Nähe des Hauptbahnhofs befinden muss. Dabei hat der Stadtrat im November 2015 entschieden, dass sich die Bewerber nicht an den früheren Standort der Dresden Information im Kulturpalast gebunden fühlen müssen. In die ehemaligen Räume der Touristinformation soll eine Gaststätte einziehen.

Die Aussichten für eine ursprünglich nicht geplante Gastronomie sind gut – die Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Ko KG (KID) verhandelt mit der Stiftung Frauenkirche, die als Vermieter der Gaststätte in Erscheinung treten soll. Die Stiftung hat noch mehrere Jahre Mietrecht in anderen Räumen des Kulturpalastes, die sie aber nicht mehr benötigt. Jetzt soll die KID ein Konzept für diese Räumlichkeiten erarbeiten, während die Stiftung die Gaststätte vermietet. Betreiber der Gastronomie im Kulturpalast wird die ElbeZeit GmbH, ein Tochterunternehmen der Sächsischen Dampfschiffahrt.

Die Ausschreibung der Dresden Information soll im Wirtschaftsausschuss beraten und vom Ausschuss für Kultur und Tourismus des Stadtrats beschlossen werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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