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Neuer Ärger für die Gagfah: Börsenaufsicht erstattet Anzeige wegen Insiderhandels mit Aktien

Neuer Ärger für die Gagfah: Börsenaufsicht erstattet Anzeige wegen Insiderhandels mit Aktien

Die Börsenaufsicht Bafin hat wegen des Verdachts auf Insiderhandel mit Aktien des Immobilienunternehmens Gagfah Anzeige erstattet. Die Untersuchungen der Behörde seien abgeschlossen und der Verdacht habe sich bestätigt, sagte Bafin-Sprecher Ben Fischer am Donnerstag in Bonn.

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Die Zentrale des Immobilienkonzerns Gagfah Group. Das Unternehmen steht im Rechtsstreit mit der Stadt Dresden.

Quelle: dpa

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf sei nun zuständig für die strafrechtlichen Ermittlungen in dem Fall. Das ARD-Magazin Monitor wollte an diesem Donnerstag darüber näher berichten.

Die Untersuchung soll in Zusammenhang mit dem Rechtsstreit des Unternehmens mit der Stadt Dresden stehen. Nach unbestätigten Medienberichten soll vor allem Gagfah-Geschäftsführer William Brennan im Visier stehen. Er hatte am 3. Februar Gagfah-Aktien im Wert von 4,7 Millionen Euro verkauft. Vier Wochen später wurde bekannt, dass die Stadt Dresden eine Milliardenklage gegen die Gagfah erwägt, was den Kurs abstürzen ließ. Brennan ließ die Vorwürfe über eine Sprecherin bestreiten.

Dresden verklagt die Gagfah wegen nicht eingehaltener Klauseln in der beim Verkauf der Woba abgeschlossenen Sozialcharta. Dabei war unter anderem festgelegt worden, dass die Gagfah immer zuerst den Woba-Mietern ein Kaufangebot vorlegt, bevor sie deren Wohnungen an Dritte veräußert. Werden ganze Häuser verkauft, sollte diese Pflicht inklusive der vereinbarten Strafen an die neuen Eigentümer weitergegeben werden. Das hat die Gagfah zumindest nach Ansicht der Stadt in mehreren Fällen nicht getan.

Die Stadt fordert in ihrer Klage wegen angeblichen Vertragsbruchs nach Angaben des Landgerichtes Dresden rund 1,08 Milliarden Euro. Das Verfahren richte sich aber nicht gegen die Gagfah direkt, erklärte ein Gerichtssprecher. Beklagt würden die zwei Dresdner Wohnungsunternehmen, die 2006 unter einem gemeinsamen Dach an den Gagfah-Eigentümer Fortress verkauft wurden (Az. 9o 786/11).

Die Gagfah selbst will Dresdens Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) persönlich vor dem Landgericht Dresden wegen schwerwiegender Sorgfaltspflichtverletzungen in seiner Funktion als Woba-Aufsichtsrat verklagen. Diese Klage richte sich zugleich gegen die Stadt, da sie Vorjohann als ihren Vertreter in den Aufsichtsrat entsandt habe.

Gagfah ist nach eigenen Angaben mit rund 155.000 Mietwohnungen das größte an der Börse notierte Wohnungsunternehmen in Deutschland. Der Konzern mit Sitz in Essen will allerdings Teile seines Bestands veräußern. Die Bonner Aufsichtsbehörde habe eine 50-seitige Anzeige an die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft weitergeleitet, berichtete Monitor. Nach Angaben der Strafverfolger würden insgesamt fünf Personen beschuldigt.

dpa / sl

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