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"Neue Vision" für Dresdens Schulen: Ganztagsangebot für Kinder soll erweitert werden

"Neue Vision" für Dresdens Schulen: Ganztagsangebot für Kinder soll erweitert werden

Die ganztägige Bildung von sechs- bis zehnjährigen Kindern soll in Dresden reformiert werden. So sollen die Schülerinnen und Schüler auch über den Unterricht hinaus optimal betreut und gefördert werden.

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Die Ganztagsangebote für sechs- bis zehnjährige Schüler sollen ausgebaut werden. Das Programm "Gemeinsam bildet - Grundschule und Hort im Dialog" hat gestern konkrete Pläne vorgelegt.

Quelle: Sebastian Kahnert, dpa

Im Rahmen des Programms "Gemeinsam bildet - Grundschule und Hort im Dialog" trafen sich gestern im Kulturrathaus Vertreter der Sächsischen Bildungsagentur, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie der Grundschule an der Görlitzer Straße (Äußere Neustadt). Seit 2011 wird an diesem Projekt gearbeitet und es ist ein Zukunftskonzept entstanden, das bald praktisch an den Schulen umgesetzt werden soll.

Das Bundesland Sachsen hat in Bezug auf das Ganztagsangebot in Schulen eine Sonderrolle in Deutschland. "Wir gehen einen anderen Weg. Es soll wieder mehr ganztätige Angebote für Kinder geben", sagte Christoph Anders von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Sachsen. Seit mehreren Jahren steigen die Kinderzahlen wieder in Dresden. Dies habe jedoch den Nachteil, dass sich Grundschule und Hort oftmals wenige Räume teilen müssen, so Anders.

Angestrebt ist eine ämterübergreifende Kooperation von mehreren Institutionen, wie dem Kita-Eigenbetrieb der Landeshauptstadt, der Sächsischen Bildungsagentur, dem Jugend- und dem Schulverwaltungsamt sowie dem Bildungsbüro "Dresdner Bildungsbahnen". "Die Institutionen sollen wie Zahnräder ineinandergreifen und eine Kommunikation zu solchen Themen erleichtern", erklärte Sabine Bibas, Chefin des Kita-Eigenbetriebs. "Das ist unsere neue Vision der Ganztagsgestaltung." So sollen die Akteure aus Praxis, Beratung und Verwaltung an einem Strang ziehen.

Beim Fachtreffen zu dem Programm sollten gestern erste Ergebnisse vorgestellt werden. Die 15. Grundschule an der Görlitzer Straße hat bereits aktiv mit dem Konzept gearbeitet und erste Schritte umgesetzt. "Wir haben den kleinen Schulhof neu gestaltet und einige Räume umgeplant, so dass sie von der Schule und dem Hort zusammen genutzt werden können", sagte Schulleiter Olaf Böttger. Die verbesserte Nutzung und Erweiterung von Räumen oder Materialien ist ein weiteres Ziel des Programms. Ein überarbeitetes Schulkonzept mit dem Ziel, Lehrer und Erzieher ins Gespräch zu bringen, habe bereits erste Erfolge in der Grundschule gezeigt, berichtete Böttger weiter.

Das Programm, das seit vier Jahren entwickelt wird, steckt somit noch in den Kinderschuhen. "Wir haben ein gemeinsames Bildungs- und Erziehungsziel und es wird sich zeigen, ob die erhoffte Wirkung eintritt", erklärte Anja Stephan, Leiterin der Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur. Es sei gelungen, auf der Verwaltungsebene ein Signal für die Kinder zu setzen. "Man muss sicher noch zehn Jahre mit dem Platzmangel in den Schulen zurechtkommen", meint Bibas. "Aber es sollen möglichst keine Ganztagsangebote mehr daran scheitern."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.01.2015

Juliane Just

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