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Neue Prognose für Dresden: Bis 2025 leben über 550.000 Menschen in der Stadt

Neue Prognose für Dresden: Bis 2025 leben über 550.000 Menschen in der Stadt

Weil die Arbeits-Chancen in Dresden günstig sind, Jobs in der Hightech-Industrie winken und die Studien- und Forschungsmöglichkeiten attraktiver werden – und dies bei vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten -, ziehen mehr und mehr Menschen in die sächsische Landeshauptstadt.

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Die Einwohnerzahl in Dresden steigt. (Symbolbild)

Quelle: dpa

In Kombination mit dem Baby-Boom, der etwa ein Sechstel des Bevölkerungswachstums ausmacht, dürfte dieser Trend dazu führen, dass in zehn Jahren etwa 550.000 bis 560.000 Bürger in Dresden leben, knapp fünf Prozent mehr als heute.

Etwa ab dem Jahr 2025, so prognostizieren es die Kommunale Statistikstelle Dresden und das Statistische Landesamt Kamenz, wird dann aber das späte Echo der Nachwende-Depression, der niedrigen Geburtenraten um 1994, den Dresden-Boom ausbremsen. Bei der jüngsten Zählung Ende 2012 hatten 530.722 Einwohner ihren Hauptwohnsitz in Dresden, zirka 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Fünf Sechstel des Bevölkerungswachstums ging und geht auf Zuwanderer zurück – vor allem aus den alten Bundesländern und aus dem Ausland, wie der Chef der Kommunalen Statistikstelle, Christian Eichner, mitteilte. „Fast alle Stadtteile profitieren davon, selbst frühere Problemviertel wie Prohlis und Gorbitz, ganz vorneweg aber Studentenviertel wie die Südvorstadt.“

Neustadt für Studenten zu teuer

Das frühere Boomviertel, die Äußere Neustadt, sei dagegen in der Liste der zuzugsstärksten Gegenden etwas abgerutscht. „Viele Studenten, die eigentlich in die Neustadt ziehen wollten, haben gemerkt, wie teuer es dort geworden ist und gehen dann eben nach Prohlis und Gorbitz, wo die Mieten noch günstig sind“, sagte Eichner. „Vor allem der Zuzug von Studenten hat den Zuwachs stark mitbestimmt“, betonte auch Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) mit Blick auf die weggefallene Wehrpflicht, die Dresden zuletzt einen besonders starken Studentenschub bescherte.

Der Exzellenzzuschlag für die TU Dresden könnte diesen Trend durchaus noch befördern, dies ist in den Statistiken indes nicht aufschlüsselbar. Aber selbst falls sich der Zuzug doch versiegen sollte: Schon mit Blick auf den Anstieg der Geburtenzahlen könne man von einem „nachhaltigem Wachstum“ ausgehen, meint Sittel. Der Boom in der Landeshauptstadt werde indes angesichts der gegenläufigen Entwicklung auf dem Lande neue Fragen und Probleme aufwerfen, ist der Ordnungsbürgermeister überzeugt. Einer dieser Stadt-Land-Konflikte ist der Verteilmechanismus der Landeszuschüsse für Kommunen und Kreise.

Dresden fürchtet Debatte um Verteilschlüssel für Landeszuschüsse

Diese „Schlüsselzuweisungen“ nämlich bemessen sich nach Kopfzahlen und das heißt: Wachstumsstädte wie Dresden und Leipzig können auf immer mehr Landesgelder hoffen, das weitere sächsische Umland dagegen rechnet mit Einbußen. Um Vorstößen der Schrumpfgemeinden vorzubeugen, den Verteilschlüssel – ähnlich, wie dies bereits bei den Jugendhilfezuschüssen des Landes geschieht – zu Lasten von Dresden zu ändern, schlägt Sittel Kooperationen vor. Zum Beispiel mit Blick darauf, wo Dresdner Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen gehen, ob sich Investoren nicht auch in gemeinsamen Gewerbegebieten mit Umlandstädten ansiedeln lassen und dergleichen mehr.

„Demografisch können wir solche Investitionen wie in das Kulturkraftwerk Mitte gut begründen“, argumentiert der Bürgermeister. „Die Bevölkerungsgruppe jener, die die leichte Muse der Operette mögen, ist in Dresden stark vertreten.“ Gleichzeitig habe die Landeshauptstadt hier eine Funktion als „Oberzentrum“, sprich: für die älteren Operetten-Fans auch im Umland, die sich auch gern mal eine Musical reinziehen wollen, ohne dafür gleich eine mehrtägige Reise auf sich nehmen zu müssen.

von Heiko Weckbrodt

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