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Neue Messe "Saxonia Classica" feiert in Dresden Premiere

Neue Messe "Saxonia Classica" feiert in Dresden Premiere

"Leidenschaft" ist ein Wort, das Steve Schneider oft benutzt, wenn er von seinem Beruf spricht. Der 33-Jährige ist Restaurator und betreibt seit 2008 das Unternehmen "Kunstgut Dresden", das am Eiswurmlager beheimatet ist.

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Das Handwerk eines Restaurators besteht aus filigraner Handarbeit. Eine ruhige Hand ist für Steve Schneider also Voraussetzung für den gelungenen Erhalt eines Objekts.

Quelle: Ralf U. Heinrich

Von Christin Grödel

Diese Leidenschaft eben, in diesem Fall für alte Sachen, sei bei ihm schon immer ausgeprägt gewesen, wie er beschreibt. "Mein Großvater war Tischlermeister und schon als 14-Jähriger habe ich alle möglichen Dinge gesammelt", erinnert sich Schneider.

Den ersten richtigen Kontakt mit dem Handwerk Restaurierung hatte der Dresdner dann während seines Zivildienstes in einem Kinderheim, wo er einfach mal losbasteln konnte. Daran schloss sich eine Ausbildung zum Tischler mit der Fachrichtung Restaurierung an. Mittlerweile hat der dreifache Vater für die Gemäldegalerie, das Grüne Gewölbe, das Hygiene-Museum und für verschiedene Kirchen, etwa die St. Afra-Kirche in Meißen, gearbeitet. Das "Kunstgut Dresden" bietet Gemälderestaurierung, Vergoldung, historische Sitzpolster, Papier- sowie Glas- und Keramikrestaurierung an. Da sich Schneider auf den Erhalt antiken Mobiliars spezialisiert hat, hat er für andere Fachbereiche freie Mitarbeiter mit im Boot. "Vergolden zum Beispiel können andere besser. Da ziehe ich lieber Kollegen hinzu", sagt er.

Reich werden könne man in diesem Metier nicht, verrät der Dresdner. Bis zu 40 Stunden steht er pro Woche in seiner Werkstatt, aber er tut das gerne. "Für mich ist das keine Arbeit, sondern eben meine Leidenschaft. Ich kann mich sehr schnell für Dinge begeistern." Bei der Restaurierung gehe es um den Erhalt eines Objekts, um dessen Konservierung und demzufolge das Weiterreichen von Informationen. "In den Stücken ist Leben drin, und das möchte ich erhalten. Es ist nicht möglich, die Zeit zu imitieren. Genau das ist das Reizvolle an meinem Beruf", gibt Schneider Einblick in seine Welt. Ein Objekt zu verändern, um es besser zu machen, käme für ihn nicht in Frage.

Da der Rubel in Sachen Kundenanfragen nicht immer rollt, hat sich Schneider dazu entschieden, sein Geschäft zu splitten. In der freien Zeit geht er selbst auf die Suche nach Einzelstücken, restauriert sie und bietet sie dann zum Verkauf an. Auf 170 Quadratmetern Ausstellungsfläche reihen sich diese Stücke in seiner Werkstatt aneinander und offenbaren die Vorliebe des Restaurators: "Ich persönlich finde die Möbel aus der Zeit der 40er bis 70er Jahre sehr interessant. Hier steckt die Restaurierung noch in den Kinderschuhen, weshalb das eine besondere Herausforderung für mich ist", erklärt er. Außerdem handelt er international mit historischen Brillen aus den Jahren 1820 bis 1990. Rockabilly-Anhänger oder Wild-West-Schauspieler finden im Angebot von Steve Schneider das passende Accessoire. Wie lange der 33-Jährige an einem Objekt arbeitet, vermag er nicht zu sagen. Das sei einfach zu unterschiedlich und käme in erster Linie darauf an, in welchem Zustand das Stück ist. Auch für ein Lieblingsstück kann er sich nicht entscheiden. "Manchmal ist es eine Elfenbeinschatulle, dann wieder eine ziemlich mitgenommene Kommode. Etwa alle Vierteljahre habe ich solch eine Herausforderung." Auf eines aber kann er sich festlegen: Privatkunden sind ihm ein wenig lieber als Museen und andere große Einrichtungen, weil da mehr - richtig - Leidenschaft dabei sei.

Wer sehen möchte, was Steve Schneider und seine Mitarbeiter hervorbringen, kann dies auf der Messepremiere "Saxonia Classica" tun. Vom 17. bis zum 19. August bringen mehr als 100 Restauratoren und Manufakturen ihre Handwerkskunst in die Messe Dresden.

www.kunstgut-dresden.de

Die Dresdner Messelandschaft wird um ein Angebot reicher. Vom 17. bis 19. August feiert die "Saxonia Classica" in der Messe Dresden Premiere. Unter dem Motto "Handwerkskunst - Luxus, der verbindet" bekommen Besucher anhand von mehr als 100 Ausstellern aus Deutschland und Belgien Einblicke in die Restaurierung wertvoller Kunst- und Kulturgüter sowie in die Fertigung Manufakturprodukte. Das Spektrum reicht unter anderem von der Uhrenfertigung, vom Metallhandwerk und Gravieren bis hin zu Leder- und Polsterarbeiten, der Maßschneiderei und Hutmacherei. Zusätzlich werden anlässlich des 60. Geburtstags des Verkehrsmuseums Dresden 60 Oldtimer gezeigt. Einer der Aussteller ist der Dresdner Restaurator Steve Schneider, der seit 2008 das "Kunstgut Dresden" betreibt.

Die Dresdner Neuesten Nachrichten verlosen für die Messepremiere "Saxonia Classica" vom 17. bis zum 19. August in der Messe Dresden

fünf Mal zwei Freikarten.

Wer gewinnen möchte, sollte

heute zwischen

15 und 15.10 Uhr den Telefonhörer in die Hand nehmen und unter der Nummer

01805/21 81 00 (0,14 Euro/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Minute) anrufen. Die ersten fünf Anrufer, die durchkommen, gewinnen jeweils zwei Freikarten und können sich über einen kostenlosen Besuch der Messe rund um Restaurierung und Kunsthandwerk freuen.

Mitarbeiter des Verlags sowie deren Angehörige sind von der Verlosung ausgeschlossen.

service

Messepremiere

"Saxonia Classica" mit mehr als 100 Ausstellern aus Deutschland und Belgien vom 17. bis 19. August

Messe Dresden, Messering 6

Öffnungszeiten

Freitag, Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet

Karten im Vorverkauf (an allen bekannten Vorverkaufsstellen)

Erwachsene 9 Euro, ermäßigt 6 Euro

Dauerkarte normal (3 Tage): 20 Euro, ermäßigt 12 Euro

Karten an der Tageskasse

Kinder bis 14 Jahre frei

Erwachsene 12 Euro, ermäßigt 8 Euro

Abendkarte (ab 16 Uhr) 6 Euro

Dauerkarte normal (3 Tage) 24 Euro, ermäßigt 16 Euro

Aussteller

Ausgestellt wird das Kunsthandwerk von Restauratoren und Manufakturen

Dazu zählen Uhrenfertigung, Edelholzverarbeitung, Metallhandwerk, Gravieren, Leder- und Polsterarbeiten, Maßanfertigung von Schuhen, Maßschneiderei und Hutmacherei

Anlässlich des 60. Geburtstags des Verkehrsmuseums Dresden werden zusätzlich 60 Oldtimer mit einem Mindestalter von 60 Jahren gezeigt

Mehr Informationen unter der Homepage www.saxonia-classica.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.07.2012

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