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Neue Mensa in der Dresdner Bergstraße muss schließen - Sanierung kostet 21 Millionen Euro

Neue Mensa in der Dresdner Bergstraße muss schließen - Sanierung kostet 21 Millionen Euro

Die Neue Mensa in der Dresdner Bergstraße steht vor der Schließung. Das bestätigte die Sprecherin des Dresdner Studentenwerkes Heike Müller auf Anfrage von DNN-Online.

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Die Neue Mensa auf dem Dresdner TU Campus muss geschlossen werden.

Quelle: Archiv

„Voraussichtlich Anfang Oktober wird auf der Wiese vor dem Willers-Bau eine Interimsmensa aufgebaut, die im Januar ihren Betrieb aufnehmen kann. Sie soll in Leichtbauweisen über zwei Etagen errichtet werden“, so Müller. Genehmigt sei der Standort aber noch nicht. Weil die Grünfläche als landschaftliches Denkmal gilt, gebe es noch Probleme mit dem Denkmalschutz.    

Einen akuten Anlass für die geplante Schließung der Neuen Mensa in der Bergstraße, die täglich 4000 bis 4500 Studenten mit Essen versorgt, gibt es laut Studentenwerk nicht. Vielmehr handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. „Es existieren im Gebäude zahlreiche Mängel, die im Laufe der Zeit natürlich nicht besser geworden sind. Seit 2008 haben wir deshalb auf die Sanierung gehofft, die aber immer wieder verschoben wurde“, betont Müller. Man sei jedoch bewusst nicht an die Öffentlichkeit gegangen, weil Geschäftsführer Martin Richter das Problem über die politische Ebene lösen wollte.  

Mitarbeiter und Studenten waren in dieser Hinsicht weniger diplomatisch. Seit Anfang des Jahres haben sie vermehrt über schwerwiegende Mängel in dem 1981 eröffneten Gebäude geklagt. Unter anderem habe es Wassereinbrüche gegeben, die ihre Spuren an den Decken hinterließen und dauerhaft abgesperrte Bereiche nötig machen. Zudem seien die Lüftungsanlage und die gesamte Hauselektronik vollkommen verschlissen. Defekte Fettabscheider in der Küche sorgen nicht selten für einen unangenehmen Geruch. Und auch der Brandschutz bereitet den Fachleuten Kopfzerbrechen. So sei es zum Beispiel äußerst problematisch, dass die Fluchtwege durch die Küche führen, hieß es aus dem Studentenwerk.  

Ob im Januar mit der Inbetriebnahme der Interimsmensa automatisch die Neue Mensa saniert wird, ist aber noch vollkommen offen. „Wir hoffen, dass die Sanierung nahtlos startet“, sagt Heike Müller. Im aktuellen sächsischen Doppelhaushalt sind die notwendigen 21 Millionen Euro im Moment allerdings nicht eingestellt. Sie müssten erst umgeschichtet werden, wenn der politische Wille dazu besteht. „Eine exzellente Uni sollte auch exzellente Rahmenbedingungen haben. Und dazu gehört eine moderne Mensa an zentraler Stelle“, so Müller.

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Etwa 21 Millionen soll die Sanierung des Gebäudes kosten.

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Neben der Mensa muss sich durch die Schließung des Gebäudes auch die Bierstube bis zum Jahresende ein neues Domizil suchen. Das sei dem Klub Neue Mensa bereits mitgeteilt worden, hieß es.  

Der Staats­be­trieb Säch­si­sches Immobilien- und Bau­ma­nage­ment (SIB), dem die Immobilie der Neuen Mensa gehört, wollte sich gegenüber über DNN-Online nicht zu den Plänen für das Gebäude äußern. Sowohl die Entscheidung über die Schließung der Mensa als auch über die Sanierung müssten zunächst vom Studentenwerk getroffen werden, sagte eine Sprecherin. Erst anschließend könne das SIB tätig werden.

Stephan Hönigschmid

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