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Neue Mensa in Dresden öffnet 2019 wieder

Historisches Bauwerk wird saniert Neue Mensa in Dresden öffnet 2019 wieder

Erst drohte die Abrisskugel, dann kamen die Asylbewerber. Jetzt gibt es einen Zeitplan für die Sanierung der Neuen Mensa an der Bergstraße. Baubeginn soll 2017 sein, zum Wintersemester 2019 könnte die Mensa wieder ihre Pforten öffnen. Eine kleine Voraussetzung muss aber noch erfüllt werden.

So sah es in der Neuen Mensa aus, als dort noch gegessen wurde.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  Neue Hoffnung für die Neue Mensa: Das Gebäude an der Bergstraße könnte ab 2017 saniert werden. Das teilt Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) der CDU-Landtagsabgeordneten Aline Fiedler jetzt in einem Schreiben mit. „Geplant ist, die sanierte Neue Mensa zum Wintersemester 2019 in Betrieb zu nehmen“, erklärte Fiedler gegenüber den DNN.

Allerdings macht Unland eine kleine, aber wesentliche Einschränkung: Der Zeitplan gilt nur „vorbehaltlich der Sicherung der Gesamtfinanzierung im Rahmen der Aufstellung des Haushaltes 2017/2018“. Zu gut Deutsch: Noch sind die Mittel für die Sanierung der Neuen Mensa nicht sicher. Fiedler versicherte: „Ich werde mich im Landtag dafür stark machen, dass die Gesamtfinanzierung abgesichert wird.“ Gegenwärtig laufen die Vorberatungen für den Landeshaushalt 2017/2018, in dem die Gelder für die Neue Mensa eingeplant werden müssen.

Laut einem Haushaltsvermerk aus dem vergangenen Jahr betragen die Gesamtkosten der Sanierung rund 22 Millionen Euro. Unland kündigte an, dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) jetzt Grünes Licht für die Ausführungsplanung der Umbauarbeiten geben zu wollen. Das Studentenwerk Dresden hatte den SIB mit der Planung und Baudurchführung beauftragt.

Gegenwärtig wird die Neue Mensa vom Freistaat Sachsen noch als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber genutzt. Wegen der sinkenden Flüchtlingszahlen soll die Erstaufnahme aber bis zur Jahresmitte geschlossen werden. Dann müsste die für die Asylbewerber errichtete Infrastruktur abgerissen werden, die Sanierungsarbeiten könnten frühestens im ersten Quartal 2017 beginnen, so Unland.

Im Sommer 2013 war bekannt geworden, dass die Neue Mensa an der Bergstraße wegen der maroden Bausubstanz schließen muss. Zunächst wurde über einen Abriss des zwischen 1974 und 1978 errichteten Gebäudes mit mehr als 1000 Plätzen diskutiert. Wissenschaftler und Denkmalpfleger aus ganz Deutschland setzten sich jedoch erfolgreich für den Erhalt und die Sanierung der Neuen Mensa ein. Im Oktober 2014 wurden die letzten Essen an der Bergstraße ausgegeben. Die Verpflegung der Studenten übernimmt seitdem das „Zeltschlösschen“ am Nürnberger Platz, das aber nach DNN-Informationen nur noch bis 2019 genutzt werden darf.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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