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Neue Jobs bei Ex-Technisat in Dresden

Arbeitsmarkt Neue Jobs bei Ex-Technisat in Dresden

Der Chinesische Automobil-Konzernmutter Joyson baut den Dresdner Standort TechniSat Automotive aus. 120 neue Jobs sollen entstehen.

Der Standort Dresden hat sich als hauseigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum zum Herzstück von TechniSat Automotive entwickelt.

Quelle: TechniSat

Dresden/Ningbo/Bad Neustadt. In Dresden sollen allein in diesem Jahr 120 neue Arbeitsplätze im Hochtechnologiebereich entstehen. Das hat der neue Eigentümer der in Dresden ansässigen „TechniSat Automotive“, die Preh-Gruppe, angekündigt. Hintergrund: Die Firmen-Gruppe aus Bad Neustadt an der Saale und deren chinesische Automobil-Konzernmutter Joyson aus Ningbo schmieden Ausbau-Pläne für ihren neuen Standort in Dresden.

Ende April 2016 hatten beide zu je 50 Prozent die „TechniSat Automotive“ übernommen. Deren Hauptsitz soll nun mitsamt Entwicklungszentrum unter dem neuen Firmen-Namen „Preh Car Connect“ gestärkt werden. Allein in diesem Jahr sollen deshalb 120 neue Hoch-
technologie-Arbeitsplätze in der Entwicklungsschmiede für Auto-Unterhaltungselektronik entstehen, teilte Preh mit.

Peter und Doris Lepper hatten die Firma „Technisat“ 1987 in Daun/Vulkaneifel gegründet. Das Unternehmen entwickelte und produzierte anfangs vor allem die wohl jedem bekannten Satelliten-TV-Schüsseln und wuchs dadurch rasch. 1990 übernahm Technisat zunächst 20 Mitarbeiter des DDR-Zentrums für Wissenschaft und Technik (ZWT) in Dresden und formte aus diesem Kern ein erfolgreiches Entwicklungszentrum für Unterhaltungselektronik. Ab 1997 entwickelten die Dresdner auch Autoradios und Navi-Systeme für Technisat.

Ab Januar 2016 übernahmen die Joyson Electronic Corp. aus Ningbo in Chi-
na und deren deutsche Tochtergesellschaft Preh Holding GmbH schrittweise die Automobil-Sparte von Technisat. Der Konzern baut zum Beispiel Autoradios und Radio-Navigationsgeräte für den Volkswagen-Konzern. Im vergangenen Jahr hat der Bereich einen Umsatz von 450 Millionen Euro erzielt.

Zentrale der neuen Preh TechniSat Car Connect GmbH wurde das frühere „Technisat-Forschungs- und Entwicklungszentrum“ im Gewerbepark Dresden-Merbitz. An diesem Standort sowie an weiteren Entwicklungsstandorten in San Carlos, Kalifornien, USA und Shanghai, China sind rund 400 Entwickler beschäftigt. Insgesamt hat die Autosparte 1200 Mitarbeiter.

Die Konsumelektronik-Entwicklung in Dresden war vor der Übernahme abgespalten worden und bleibt als „TechniSat Dresden GmbH“ bei Technisat.

Von Heiko Weckbrodt

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