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Neue Hoffnung fürs "Wiener Loch"

Neue Hoffnung fürs "Wiener Loch"

Eigentlich sollte Dresdens seit 13 Jahren klaffende Kummerbaugrube MK 5 gegenüber dem Dresdner Hauptbahnhof nach dem Willen des Stadtrates Ende des Jahres zugeschüttet werden.

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Abgespeckt und aufgehübscht: Mit durchgrüntem Durchgang und zwei ineinandergestellten L-förmigen Blöcken statt eines klotzigen Monolithen wollen Stadtspitze und Makler Dr. Lübke doch noch einen Investor für das "Wiener Loch", das jetzt im Verkaufsjargon "Prager Carrée" heißt, gewinnen.

Von Ralf Redemund

Doch Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hält das Zuschütten der hässlichen Brache nur für die zweitbeste Lösung. Er hat in letzter Minute das Frankfurter Immobilienunternehmen Dr. Lübke beauftragt, ein neues Konzept zu entwerfen und doch noch einen Investor zu finden. Und siehe da: Ein knappes Dutzend Interessenten hat sich gemeldet, darunter ein alter Bekannter (TLG Immobilien), aber auch neue Investoren wie die holländische Firma Ten Brinke.

Am Donnerstag wird der Bauausschuss über den Stand der Verhandlungen mit den Investoren informiert. Ziel ist es, zum ersten Quartal nächsten Jahres einen Kaufvertrag vorzulegen. Doch wie hat es Dr. Lübke geschafft, Interessenten für den verbrannten Standort zu gewinnen? Zum einen hat der Makler ganz gezielt rund 150 Projektentwickler angesprochen. Konkret wird ein knappes Dutzend Angebote geprüft. Dr.-Lübke-Geschäftsführer Morten Hahn ist optimistisch, dass drei bis vier ernsthafte Pläne übrig bleiben.

Zum anderen wird das negativ besetzte "Wiener Loch" jetzt als "Prager Carrée" vermarktet - mit einigen Abstrichen im Vergleich zu vorher. So ist das Bauvolumen für die 8600 Quadratmeter große Sorgenbaustelle um ein Drittel abgespeckt worden. Gab es bislang 46 000 Quadratmter Bruttogeschossfläche, so sind es jetzt nur noch 29 300. Entsprechend ging der Preis für die Kummerfläche in den Keller. Ursprünglich war mal von bis zu 18 Millionen Euro die Rede, zuletzt von 14,9 Millionen Euro. So hatte es der städtische Gutachterausschuss ausrechnen lassen. Jetzt liegt der Mindestpreis bei zehn bis elf Millionen Euro. "Darunter geht es nicht", so Vorjohann. Alles darunter wäre unlauter gegenüber den Investoren drum herum, die einst reguläre Preise gezahlt haben. Und: "Ein Billigeinkäufer könnte künftigen Büro- und Geschäftemietern staatlich subventionierte Kampfpreise bieten." Das zerstöre den Standort, das mache er als Kämmerer nicht mit.

Neu ist zudem ein relativ großer Wohnanteil. Das kommt den aktuellen Prognosen zur positiven Bevölkerungsentwicklung entgegen (DNN berichteten), die Dresden im Jahr 2025 bei rund 550 000 Einwohnern sehen - 20 000 mehr als bisher angenommen.

Dazu kommt - nicht originell, aber nicht anderes machbar - ein Mix aus Handel, Gastronomie sowie Dienstleistungen. Und Dr.-Lübke-Chef Hahn hält an dieser Stelle sogar noch ein Drei-Sterne-Hotel für möglich. Eine Absichtserklärung darüber sei bereits unterschrieben. Bleibt die Frage, ob die Spundwände weiterhin das Wasser aus der Grube halten können. "Ja", meint Baubürgermeister Jörn Marx (CDU). Die neue wasserrechtliche Genehmigung für 2012 komme in Kürze.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2011

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