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Neue Großleitstelle der Feuerwehr in Übigau: Ministerium nennt keine Termine mehr für Inbetriebnahme

Neue Großleitstelle der Feuerwehr in Übigau: Ministerium nennt keine Termine mehr für Inbetriebnahme

Lothar Hofner: Mit dem neuen Funk-/Notrufabfragesystem (FNAS) wird ein neues, hochkomplexes Funkvermittlungssystem zur Notrufsachbearbeitung für die Leitstellen entwickelt.

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Lothar Hofner

DNN: Warum gibt es offenbar einen solchen Zeitverzug in der Lieferung der Technik?

Diese Entwicklungen haben auf Grund der Komplexität des Systems, der vielen zu berücksichtigenden Schnittstellen und Beteiligten sowie der Anschaltung an den neuen Digitalfunk länger gedauert als ursprünglich geplant.

Mit welchen Konsequenzen müssen die Firmen, die die Technik entwickeln, im Falle weiterer Zeitverzögerung rechnen?

Da es sich um vertragsrechtliche Fragen handelt, können wir uns hierzu nicht äußern. Die beteiligten Firmen wurden eingängig auf ihre vertraglichen Pflichten hingewiesen. Insbesondere wurde deutlich gemacht, dass seitens des Freistaates keine Bereitschaft besteht, weiteren Zeitverzug hinzunehmen. Hierzu wurden verschiedene Maßnahmen, u.a. auch Zeitpläne, vereinbart. Die beteiligten Firmen haben die Einhaltung der vereinbarten Ziele zugesagt. Die ersten Leitstellen sollen in diesem Jahr mit der neuen Technik in Betrieb gehen.

Welche sind das?

Die ersten Polizeileitstellen werden in 2011 ausgestattet. Die Inbetriebnahme der Leitstelle der Polizeidirektion Oberes Elbtal-Osterzgebirge erfolgte am 27. April 2011 und die Leitstelle der Polizeidirektion Leipzig ist für Anfang November 2011 geplant. Gegenwärtig erfolgt die Fertigstellung des FNAS für den BRK (Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophenschutz) an der Landesfeuerwehrschule Nardt. Im Anschluss daran wird ein konkreter Umsetzungsplan für die Integrierten Regionalleitstellen (IRLS) erstellt. Die IRLS Dresden wird als erste Leitstelle der BRK fertig gestellt. Ziel ist es noch in diesem Jahr mit der Schulung der Leitstellenmitarbeiter zu beginnen.

Welchen Zeitplan gibt es aktuell konkret für die Integration der Leitstellen um Dresden?

Die Integration der Leitstellen erfolgt auf Grundlage der Zweckvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Dresden, dem Landkreis Meißen und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über die Errichtung und den Betrieb einer integrierten Regionalleitstelle für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz vom 29. Oktober 2010. Die Migration der bestehenden Leitstellen erfolgt schrittweise und wird von der Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit den Verantwortlichen der jeweiligen Leitstelle vorbereitet und abgestimmt.

Ist die Inbetriebnahme der Großleitstelle abhängig von der Anschaltung an den neuen Digitalfunk?

Nein. Die Leitstellen werden für Analog- und Digitalfunk ausgestattet.

Wie ist der aktuelle Stand, was die Einführung des Digitalfunks in Sachsen betrifft? Wie viele von den erforderlichen 236 Basisstationen für die flächendeckende Funkversorgung in Sachsen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt errichtet?

Derzeit sind ca. 150 Basisstationen errichtet.

Bleibt es dabei, dass im Frühjahr 2012 Dresden sowie die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge den neuen Digitalfunk nutzen können?

Die Einführung des BOS-Digitalfunks im Freistaat Sachsen erfolgt in einem abgestimmten Prozess bundesweit einheitlich. Erst wenn alle notwendigen Komponenten vorhanden sind, kann ein entsprechender sechsmonatiger Probebetrieb beginnen. Mit Beginn dieses Probebetriebs ist eine Nutzung des Digitalfunks mit den entsprechenden Einschränkungen möglich. Nach Abschluss und Auswertung des Probebetriebes erfolgt die Einführung des Digitalfunks für alle entsprechenden Behörden.

Die Computerbildschirme sind schwarz, die Stühle davor leer. Wann die neu eingerichtete Großleitstelle für Dresden und die Region im neuen Feuerwehrkomplex in Dresden-Übigau einsatzfähig ist, bleibt weiter unklar. Erst sollte die Großleitstelle Ende November 2010 in den Probebetrieb gehen, dann Ende Januar 2011. Im März war dann von November 2011 die Rede. Aber wie es bis jetzt aussieht, wird auch dieser Termin nicht zu halten sein. Die Firma, die Technik für die Funk- und Notrufabfrage entwickelt, ist im Verzug. Das ist deshalb brenzlig, weil die Technik der Dresdner Leitstelle am Ende ist und immer störanfälliger wird. Zudem ist das System an seiner Kapazitätsgrenze angelangt (DNN berichteten). Die DNN fragten im verantwortlichen Staatsministerium des Innern nach den Gründen der Verzögerung und wann mit der Inbetriebnahme der Großleitstelle zu rechnen ist. Die Antworten gab Lothar Hofner, stellvertretender Ministeriumssprecher.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.10.2011

Es fragte Catrin Steinbach.

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