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Neue Forschungslabore an der TU Dresden eingerichtet

Neue Forschungslabore an der TU Dresden eingerichtet

Damit die Elektronikforscher der TU Dresden nicht nur neidisch auf die exzellenten Anlagen und Instrumente ihrer Partner aus der Dresdner Chipindustrie schielen müssen, sondern auch selbst exzellent ausgerüstet tüfteln können, hat der Freistaat mit EU-Hilfe für insgesamt rund 42 Millionen Euro zwei neue Forschungsgebäude neben den Mierdel-Bau an der Nöthnitzer Straße gesetzt.

Von Heiko Weckbrodt

Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) drückte gestern die Schlüssel für die Neubauten den Wissenschaftlern der TU-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik in die Hand. Und die tauften den größeren Komplex, das Reinraumlabor-Technikum, flugs nach dem Vater der ostdeutschen Mikroelektronik auf den Namen "Werner-Hartmann-Bau".

"Durch die Neubauten und die vorhandenen Gebäude entwickelt sich die Nöthnitzer Straße immer mehr zu einer ,Technologie-Forschungsmeile'", betonte von Schorlemer und verwies auf die benachbarten Physik-Institute der Max-Planck-Gesellschaft, das nahe Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW), das neue Zentrum für fortgeschrittene Elektronik "cfaed" im Barkhausen-Bau, die Informatik-Fakultät, den entstehenden Supercomputer-Komplex der TU - und natürlich den Mierdel-Bau, mit dem die beiden Neubauten nun eine Kette bilden. Ursprünglich hatte der Freistaat die bereits recht angegrauten Stammsitze der universitären Hightech-Studiengänge - den Mierdel- und den Barkhausen-Bau - nur sanieren wollen, sich aber dann doch für einen "großen Wurf" entschieden, weil Geld vom EFRE-Fonds und das Bundes-Exzellenzprogramm winkten. Daher dockte der sächsische Staatsbetrieb für Bau- und Immobilienmanagement (SIB) direkt an den Mierdel-Bau für 9,5 Millionen Euro ein viergeschossiges Forschungsgebäude mit über 1100 Quadratmetern Nutzfläche an. Darin werden vor allem Labore und Versuchsräume des "Instituts für Halbleiter- und Mikrosystemtechnik" (IHM) konzentriert. Für diesen Komplex spendierte Globalfoundries Dresden gestern ein schrankwandgroßes Ionen- und Elektronen-Mikroskop, mit dem die TU-Forscher nun endlich auf 300-Millimeter-Siliziumscheiben (Wafern) bis in die kleinsten Strukturwelten von wenigen Nanometern vordringen können. "Für uns ist das ein Quantensprung", kommentierte entzückt Halbleiter-Professor Johann Bartha die Donation des Chipkonzerns.

Von diesem neuen Trakt aus können die Forscher über eine Glasbrücke nun auch den neuen, rund 32 Millionen Euro teuren "Werner-Hartmann-Bau" erreichen: Das Technikum schlägt nicht nur im Namen, sondern auch im Design den Bogen von einstiger Hochtechnologie hin zu den Forschungen für die Hightech von morgen: Der Dreigeschosser ist im Retro-Technikstil mit Lochkarten-Mustern verkleidet. Innen beherbergt er hochmoderne Reinraumlabore, zudem Besprechungsräume, Lager und Forscherbüros. Weil die installierten Anlagen und Instrumente so empfindlich sind, hocken beide Neubauten übrigens auf zwei Meter dicken Betonplatten, um Erschütterungen zu vermeiden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.12.2013

hw

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