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Neue Feuerwache eingeweiht

Dresdner Albertstadt Neue Feuerwache eingeweiht

Nach drei Wochen Probebetrieb ist am Montag, 25. April, an der Fabricestraße in der Dresdner Albertstadt die neue Feuer- und Rettungswache eingeweiht worden. Stationiert sind dort die Berufsfeuerwehr und das DRK. Der Gebäudekomplex ersetzt die Wache in der Louisenstraße, die vor 100 Jahren – am 28. April – in Dienst ging.

Teil der Mannschaft der Wache Albertstadt der Berufsfeuerwehr.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Nach etwa drei Wochen Probebetrieb ist am Montag, 25. April, an der Fabricestraße in der Dresdner Albertstadt eine neue Feuer- und Rettungswache eingeweiht worden. Die Stadt hat dort 17,6 Millionen Euro, davon 1,5 Millionen Euro vom Freistaat, verbaut.

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Nach drei Wochen Probebetrieb ist am Montag, 25. April, an der Fabricestraße in der Dresdner Albertstadt die neue Feuer- und Rettungswache eingeweiht worden. Stationiert sind dort die Berufsfeuerwehr und das DRK.

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Zum einen wurde ein unter Denkmalschutz stehendes ehemaliges Kasernengebäude aus dem Jahr 1893 denkmalgerecht saniert und um einen modernen Anbau erweitert. Zum anderen blieb auch die Hülle eines in den 1890er Jahren errichteten ehemaligen Vorratsgebäudes, das nicht unter Denkmalschutz stand, erhalten. Es wurde innen so gestaltet und ausgestattet, dass Feuerwehrleute dort verschiedene Szenarien üben können.

Stationiert sind in der neuen Albertstadtwache die Berufsfeuerwehr und das DRK. Der Gebäudekomplex ersetzt die Wache in der Louisenstraße, die vor 100 Jahren – am 28. April – in Dienst ging. „Wir werden am Sonnabend, 13 Uhr, die Tore öffnen und mit den Neustädtern Abschied von der Wache Louisenstraße nehmen“, so Andreas Rümpel.

Abschied von der Louisenstraße

Vor 100 Jahren ging die Feuerwache auf der Louisenstraße in Dienst. Jetzt sind die Kameraden umgezogen und in der Albertstadt stationiert. Am Sonnabend, dem 30. April, soll von der alten Wache in der Louisenstraße mit interessierten Dresdnern Abschied genommen werden. Von 13 bis 16 Uhr ist die alte Wache für Neugierige geöffnet, es sind historische und moderne Fahrzeuge ausgestellt und Filme über die Dresdner Feuerwehr zu sehen. Das Gebäude in der Äußeren Neustadt soll auch künftig vom Rettungsdienst genutzt werden. Zudem ist geplant, eine Ausstellung zur Historie der Dresdner Feuerwehr zu schaffen.

Der Leiter des Dresdner Brand- und Katastrophenschutzamtes war angesichts der Einweihung der neuen Wache „glücklich“, wie er selbst sagte. Denn mit der Albertstadtwache verbessern sich nicht nur erheblich die Arbeitsbedingungen für 105 Kameraden der Berufsfeuerwehr und die vier Rettungsdienstler. „Wir kommen von hier viel besser und schneller bis an die nördliche Stadtgrenze. Da hatten wir bisher Schwierigkeiten.“

Die Verlagerung des Wachenstandortes war möglich geworden, weil es seit Herbst 2012 an der Strehlener Straße die Wache Altstadt gibt. Detlef Sittel, für Ordnung und Sicherheit zuständiger Bürgermeister, sprach vom „Schlussstein der Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes“. „Die Dresdner Feuerwehr wurde in den vergangenen Jahren neu aufgestellt“, bestätigte Rümpel.

Zu tun gibt es trotzdem noch einiges. Denn auf dem Areal der neuen Feuerwache in der Albertstadt, die auch der Ausbildung der Feuerwehrleute dient, soll noch ein Haus gebaut werden – ein Brandübungshaus „für Heißversuche“, wie es Feuerwehrsprecher Rainer Jonas formuliert. Zudem muss die Stadt bei mehreren Freiwilligen Feuerwehren noch Geld in die Hand nehmen, um dort die Bedingungen für die Kameradinnen und Kameraden zu verbessern, die ehrenamtlich unterwegs sind, um Brände zu löschen und in Not Geratene zu retten.

Derzeit wird noch am neuen Gebäude für die Feuerwehr- und Rettungswache Dresden-Klotzsche gebaut. Für 3,38 Millionen Euro entsteht an der Travemünder /Ecke Boltenhagener Straße die gemeinsame Feuerwache für die Freiwilligen Feuerwehren Hellerau und Klotzsche. Sie soll am 12. August eingeweiht werden.

Zahlen & Fakten zur neuen Wache

Planer: Arbeitsgemeinschaft Feuerwache Albertstadt, vertreten durch die Rieger Architektur GbR Dresden

Projektleitung: Stesad

Zeitlicher Ablauf: Mit dem Brandschutzbedarfsplan der Stadt Dresden 2009 wird die Verlagerung der Wache der Berufsfeuerwehr von der Louisenstraße weiter in den Dresdner Norden besiegelt. 2010 erwirbt die Stadt Dresden das Grundstück vom Land Sachsen. Es folgt ein europaweites Ausschreibungsverfahren. Im August 2012 wird der Planungsauftrag erteilt. Am 21. Mai 2014 ist Grundsteinlegung, am 16. Januar 2015 Richtfest, Anfang April 2016 erfolgt der Umzug und am 25. April 2016 wird offiziell Einweihung gefeiert.

Kosten: Zur Grundsteinlegung wurden die Gesamtkosten mit 15,835 Millionen Euro beziffert. Am Ende sind es 17,6 Millionen Euro. Zum einen seien bei den Baufirmen nicht die Preise erzielt worden, die man vorher geschätzt hat, sagt Andreas Rümpel, der Chef des Brand- und Katastrophenschutzamtes. Zum anderen habe man dem Artenschutz Rechnung getragen. Mit anderen Worten: Die Fledermäuse, die sich auf dem jahrelang nicht genutzten Areal angesiedelt hatten, sollten auch dort bleiben können. So wurden für sie diverse Unterschlupfmöglichkeiten geschaffen. Den Fledertieren steht zum Beispiel ein Viertel des Daches im „Taktikhaus“ – dem einstigen Vorratsgebäude der Garnisonsverwaltung – zur Verfügung.

Novum: Die Feuerwache der Berufsfeuerwehr verfügt jetzt an ihrem neuen Standort in der Albertstadt über ein Netzersatzaggregat. „Das ermöglicht uns bei einem Stromausfall 48 Stunden die Vollversorgung des gesamten Komplexes zu gewährleisten“, so Frank Barwitzki, der Leiter der Feuerwache.

Besonderheiten der Fahrzeugausstattung: Die Albertstadtwache verfügt neben einem Löschzug mit vier Fahrzeugen über ein Großtanklöschfahrzeug, einen „Rüstwagen Schiene“, der bei Unfällen mit der Straßenbahn zum Einsatz kommt, sowie ein Bergefahrzeug, das mit verschieden starken Seilwinden ausgerüstet ist.

Arbeitsbedingungen: Es ist viel mehr Platz. „Wir müssen unsere Fahrzeuge nicht mehr aus den engen Ausfahrten fädeln“, sagt Frank Barwitzki. Den Kameraden und Kameradinnen der Berufsfeuerwehr stehen Räume für Spinde, Ruheräume, ein Aufenthaltsraum, Schulungszimmer, Büros, Sanitärräume, eine Sporthalle, ein Kraftsportraum zur Verfügung. Die Feuerwehrleute kochen selbst. Dafür gibt es eine große Küche und angeschlossen einen Speiseraum. Abgesehen davon befindet sich die Technik natürlich auf dem neuesten Stand.

Von Catrin Steinbach

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