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Neue Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Dresden kostet 37 Millionen

Innenausbau hat begonnen Neue Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Dresden kostet 37 Millionen

An der Stauffenbergallee entsteht eine Erstaufnahmeeinrichtung für 700 Asylbewerber. Der Neubau mit Küche und Freizeiträumen soll Ende des Jahres fertig sein. Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen, der Innenausbau hat begonnen.

Die Erstaufnahmeeinrichtung entsteht unweit vom Gefängnis am Hammerweg.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Die Rohbauarbeiten für die neue Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber an der Stauffenbergallee/Ecke Hammerweg sind abgeschlossen. „Der Ausbau in den Unterkunftsgebäuden hat begonnen“, teilte Ingolf Ullrich, stellvertretender Sprecher der Landesdirektion Sachsen (LDS), auf Anfrage der DNN mit. Ende dieses Jahres oder Anfang 2017 soll die Einrichtung fertig sein. In dem Gebäudekomplex werden 700 Plätze für Asylbewerber entstehen. Die Baukosten betragen nach Angaben von Ullrich knapp 37 Millionen Euro.

Der Bau der Erstaufnahmeeinrichtung war schon 2014 vor der großen Flüchtlingswelle im vergangenen Jahr beschlossen worden. Der Neubau sollte die damals einzige sächsische Erstaufnahme in Chemnitz entlasten, die den steigenden Asylbewerberzahlen nicht mehr gewachsen war. Die Situation hat sich im vergangenen Jahr dramatisch zugespitzt, ab Sommer musste die LDS teilweise wöchentlich neue Not-Erstaufnahmeeinrichtungen beispielsweise in Zeltlagern, stillgelegten Baumärkten oder leerstehenden Produktionshallen öffnen.

Der Neubau der Erstaufnahme an der Stauffenbergallee auf einem landeseigenen Grundstück schritt in der gleichen Zeit planmäßig voran. In sieben dreigeschossigen Unterkunftsgebäuden werden jeweils 100 Plätze entstehen, hinzu kommt ein zweigeschossiges Betreuungs- und Wirtschaftsgebäude. Auf den Außenanlagen sollen Freiflächen für Sport und Spiel entstehen, auch in dem Betreuungsgebäude wird es Räume für die Freizeitgestaltung geben. Ebenso geplant sind Gebetsräume, ein Kinderspielraum und ein Fernsehraum. Es wird vernünftige sanitäre Anlagen, eine Küche, eine Gesundheitsstation, eine Wäscherei und diverse Lager geben.

Den Bau der Erstaufnahmeeinrichtung hat der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement übernommen. Die Baukörper wurden überwiegend in Modulbauweise errichtet, um die Bauabläufe zu beschleunigen und Kosten zu sparen.

Im Moment kann der Freistaat zahlreiche Notunterkünfte auch in Dresden schließen, weil der Zustrom an Asylbewerbern eingedämmt ist. Lediglich das ehemalige Technische Rthaus auf der Hamburger Straße beherbergt noch mehrere hundert Asylbewerber. Wie sich die Situation bis zum Ende des Jahres entwickelt und ob die 700 Plätze in der eigens für diese Zwecke geplanten Einrichtung an der Stauffenbergallee benötigt werden, ist gegenwärtig unklar. Selbst das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat auf eine Prognose der Asylbewerberzahlen für dieses Jahr verzichtet.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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