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Neue Elbquerung in Johannstadt

Stadtentwässerung Dresden investiert sechs Millionen Euro für den Umweltschutz Neue Elbquerung in Johannstadt

Der 14. Dezember ist der Tag der Tage: Dann wird eine kräftige Seilwinde auf der Neustädter Elbseite das vorgefertigte Rohr auf der Altstädter Seite Meter für Meter in die ausgehobene Rinne im Flussbett der Elbe ziehen. Seit September arbeitet die Stadtentwässerung Dresden (SEDD) in Johannstadt an einem neuen Elbdüker.

Die beiden Schiffe unterhalb der Johannstädter Fähre tragen Bagger, die die Rinne für das Abwasserrohr ausheben.

Quelle: Jürgen-M. Schulter

Dresden. Der 14. Dezember ist der Tag der Tage: Dann wird eine kräftige Seilwinde auf der Neustädter Elbseite das vorgefertigte Rohr auf der Altstädter Seite Meter für Meter in die ausgehobene Rinne im Flussbett der Elbe ziehen. Seit September arbeitet die Stadtentwässerung Dresden (SEDD) in Johannstadt an einem neuen Elbdüker. Baggerschiffe heben eine tiefsten Punkt 2,50 bis drei Meter breite Rinne aus, die oben zehn bis 15 Meter breit ist, wie Roland Schmidt erklärt, Bauleiter bei der Firma Echterhoff. „Die Elbe bringt ja immer etwas Material mit, deshalb müssen wir uns eine Reserve lassen.“

Das Abwasserrohr ist 157 Meter lang und hat einen Durchmesser von 60 Zentimetern. Es verbindet die Kanalisation auf Neustädter Seite mit dem Altstädter Abfangkanal. „Das ist eine Maßnahme des Umweltschutzes“, erklärt Heiko Nytsch, Projektleiter bei der SEDD. Bei starkem Regen wird bisher das Niederschlagswasser in die Prießnitz eingeleitet. Da die Einleitungen verunreinigt sind, leidet der Fluss darunter. Jetzt soll das Regenwasser von der Neustädter Seite über das Rohr unter der Elbe in den Altstädter Abfangkanal gepumpt werden.

Das System lässt sich nicht nur bei Starkregen verwenden, sondern auch im Hochwasserfall. Wenn aus anderen Gründen das Kanalnetz unter der Neustadt nicht genutzt werden kann, lässt sich das Abwasser auch auf die Altstädter Seite pumpen. Das könnte laut Nytsch der Fall sein, wenn die Brücke über die Prießnitz neu gebaut wird und die Kanäle unterbrochen werden müssen.

Pumpen setzt voraus, dass ein Pumpwerk entsteht. An der Kreuzung Forststraße/Radeberger Straße/Bautzner Straße wird es errichtet, rund 600 Meter vom Anschluss an den Altstädter Kanal entfernt. Im Moment laufen laut Schmidt die Vorbereitungsarbeiten für die Baugrube. Die Leitungen für Trinkwasser, Elektro und Straßenbeleuchtung werden umverlegt, auch Oberleitungen der Verkehrsbetriebe sind betroffen. Ab Mai wird der eigentliche Bau beginnen. Sehen wird das Pumpwerk fast niemand, dann es entsteht unterirdisch und soll im September 2017 in Betrieb gehen.

In Höhe Diakonissenkrankenhaus/Elberadweg wird laut Nytsch eine Startgrube errichtet, in der der Anschluss des „Elbrohrs“ mit dem Pumpwerk vollzogen werden soll. Auch das wird unterirdisch geschehen, wie der Projektleiter erklärt.

Rund sechs Millionen Euro investiert die SEDD in die Elbquerung, deren Bau bislang reibungslos abgelaufen ist. Schmidt und Nytsch hoffen nun auch noch bis zum 14. Dezember auf konstante Wetterbedingungen. Frost und ein zu hoher oder zu niedriger Elbpegel könnten die Arbeiten noch gefährden. „Gegenwärtig liegt der Pegel bei 1,30 Meter. Tiefer sollte es nicht gehen, da dann die Schiffe nicht mehr schwimmen können“, erklärt Nytsch. Das für die Rinne ausgebaggerte Material wird am Altstädter Elbufer gelagert und soll zum Zuschütten zurück in den Fluss geschaufelt werden, wenn das Abwasserrohr seinen Platz im Flussbett gefunden hat.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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