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Neue Asylunterkunft: In dieser Woche ziehen Flüchtlinge in Boxberger Straße ein

Dresden-Prohlis Neue Asylunterkunft: In dieser Woche ziehen Flüchtlinge in Boxberger Straße ein

Die Stadt bereitet den Schulkomplex an der Boxberger Straße in Dresden-Prohlis als Unterkunft für Flüchtlinge vor. Das teilte das Rathaus am Montag mit. Noch in dieser Woche sollen die ersten Asylbewerber einziehen.

Dresden. Die Stadt bereitet den Schulkomplex an der Boxberger Straße in Dresden-Prohlis als Unterkunft für Flüchtlinge vor. Das teilte das Rathaus am Montag mit. Noch in dieser Woche sollen die ersten Asylbewerber einziehen. Wann genau, ist jedoch noch unklar. Bislang wurde das Schulgebäude auf der Boxberger Straße auf seine bautechnische und brandschutzrechtliche Eignung geprüft.

Am Freitagabend kam es abermals zu Ausschreitungen vor der geplanten Asylbewerberunterkunft in einer Schule an der Boxberger Straße in Dresden-Prohlis.

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Der Plan sieht vor, zunächst Haus B und anschließend Haus A des Objekts zu ertüchtigen, so die Verwaltung. Die Unterbringungskapazität soll zunächst 48 Plätze umfassen und schrittweise ausgebaut werden. Die ersten Asylsuchenden ziehen in dieser Woche ein. Ab Anfang November sollen im Haus A weitere 144 Plätze zur Verfügung stehen und im Dezember noch einmal 96 Plätze dazukommen. Das Notquartier wird der Malteser Hilfsdienst e.V. betreiben. Dieser übernimmt auch die Verpflegung der Bewohner. Von Beginn der Belegung an wird der Wachschutz rund um die Uhr vor Ort sein.

Am 5. Oktober wurden die Anwohner im Ortsbeirat Prohlis über die beabsichtigte Nutzung des Gebäudeensembles Boxberger Straße 1 als Asylunterkunft informiert. Seither wird die Einrichtung für die geplante Unterbringung von Flüchtlingen vorbereitet. Die Mitglieder des Ortsbeirats Prohlis, der Ortsamtsleiter, die Quartiersmanagerin, der Regionalkoordinator für Flüchtlingssozialarbeit in Prohlis und Vertreter der Initiativen „Prohlis ist bunt“ und „Flüchtlingshilfe Südost“ trafen sich am Montag in dem Objekt. Sie machten sich persönlich einen Eindruck von der geplanten Unterkunft und sprachen über die Einbeziehung lokaler Bildungs- und Begegnungsangebote.

Dresdner, die sich für die Asylsuchenden der Boxberger Straße 1 engagieren möchten, wenden sich bitte an den Prohliser Regionalkoordinator, Herrn Dietze. Telefon: (0351) 27 28 35 01, E-Mail: asyl@caritas-dresden.de.

Nach der Ankündigung der Stadtverwaltung Anfang Oktober, in dem damals als Grundschule genutzten Gebäude Flüchtlinge unterbringen zu wollen, hatte es Proteste der Elternschaft gegeben. Zahlreiche Eltern hatten ihre Kinder nicht in die Schule gebracht. Außerdem warfen Unbekannte  Molotowcocktails an das Gebäude. Die CDU-Fraktion im Stadtrat kritisierte das Vorhaben damals scharf. „Für mich wird damit eine rote Linie überschritten“, so Stadträtin Heike Ahnert. „Kinder brauchen Stabilität wie auch ein ruhiges und sicheres Lernrumfeld. Der Unterricht muss störungsfrei gewährleistet werden. Die Asylbewerber würden zudem in einer Baustelle untergebracht. In diesem Teil des Doppelschulstandortes werden derzeit die Sanitäranlagen saniert um im nächsten Schuljahr wieder Gymnasialschüler aufzunehmen.“ Die Stadtverwaltung hatte dann bekannt gegeben, die Kinder nach dem Ende der Herbstferien in der Atrium-Schule am Terrassenufer zu unterrichten.

In dieser Woche erwartet Dresden insgesamt 51 neue Flüchtlinge, in der vergangenen Woche hat die Stadt insgesamt 150 neue Flüchtlinge aufgenommen. Untergebracht werden sollen die Neuankömmlinge in dem ehemaligen Hotel an der Berliner Straße. Dort finden 132 Personen Platz. Betreut werden die Menschen vor Ort vom Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk (SUFW) und vom Ausländerrat. Der Betreiber der Unterkunft ist die Johanniter-Unfall-Hilfe Dresden. Auch in die ehemalige Feuerwache auf der Katharinenstraße ziehen in dieser Woche weitere Asylbewerber ein, so die Stadt. Betreut werden sie dort von der Diakonie. Außerdem soll die Unterbringung vorrangig von Familien in Gewährleistungswohnungen erfolgen, verteilt über das ganze Stadtgebiet.

DNN

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