Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Neuanfang auf leisen Sohlen: Kunden sollen vom Umbau der Centrum-Galerie nichts mitbekommen

Neuanfang auf leisen Sohlen: Kunden sollen vom Umbau der Centrum-Galerie nichts mitbekommen

Die Umbauarbeiten in der Centrum-Galerie sind in vollem Gange - und kaum einer merkt etwas. Genau so soll es nach dem Willen von Centermanager Jan Harm auch sein.

Von Jane Jannke

Letzten Donnerstag ging es los - bei uneingeschränktem Kundenverkehr. Für 27 Millionen Euro hat der Eigentümer Corio Großes vor. Bis zum nächsten Sommer soll sich das unrentable Haus, aus dem zuletzt immer mehr Mieter geflüchtet waren, in einen florierenden Einkaufstempel mit Wohlfühlatmosphäre verwandeln.

Am Haupteingang lässt lediglich ein blickdichter Kubus Ungewöhnliches erahnen. Drinnen aber läuft der Abriss der vorderen Mall-Brücke auf Hochtouren. Abschnittweise wird das 20 Meter lange und 50 Zentimeter dicke Betonfragment abgetragen. Gesägt wird nachts, "damit die Kunden nicht beeinträchtigt werden", so Harm. Ende der Woche wird das Bauelement, das bislang die Blickbeziehung vom Eingangsbereich ins Untergeschoss stört, Geschichte sein.

Zumindest an dieser Stelle, denn genau eine Etage weiter oben soll es ab Januar wiederaufgebaut werden. Von dort aus wird künftig eine Rolltreppe das erste Stockwerk mit dem Erdgeschoss verbinden; die bisherige Rolltreppensituation im vorderen Bereich wird teilweise aufgelöst. "Sinn und Zweck ist es, die Kundenströme zielgerichteter auch in das Obergeschoss zu leiten", erklärt Oliver Quint, Projektleiter bei Corio. Das Hauptaugenmerk liege darauf, das Verweilen für den Kunden so angenehm wie möglich zu machen. So wird die bislang im dunklen Untergeschoss angesiedelte Gastronomie bald in den ersten Stock umziehen, wo dank der großzügigen Verglasung eine freundlichere Atmosphäre herrscht. Zehn bis elf Anbieter wird es dort künftig geben.

Doch Corio fährt noch größere Geschütze auf. Sobald im Erdgeschoss die Gerüste Ende Oktober fallen, geht es im ersten Stock weiter. Dort werden die Pavillons entfernt, die bislang wie Raumteiler wirkten und tote Winkel erzeugten, in die kein Kunde vordrang. Die Ladenzeile rückt stattdessen mit riesigen Schaufenster-Fassaden bis an den Flanierbereich heran. In die Fassade werden zwei neue Aufzugschächte integriert, der bisherige Standort am Kopfende wird aufgegeben, "da die Schächte dort den Blick auf die Verkaufsräume des neuen Ankermieters verstellen", so Oliver Quint.

Wer das sein wird, darüber hüllt man sich noch in Schweigen. Fest steht, dass er am Kopfende des Centrums auf Unter- und Erdgeschoss residieren wird. Weitere 6400 Quadratmeter werden im Untergeschoss noch hinzukommen, denn fast die Hälfte der Fläche soll dem Ankermieter zugeschlagen, der Ausschnitt zwischen den beiden Etagen geschlossen werden. Auf der so im Erdgeschoss neu entstehenden Bodenfläche wird ein 144 Quadratmeter großer Eventbereich geschaffen, dessen höhenflexible Modulbauweise Bühnenaufbauten und Publikumsränge ermöglicht. Kunden können zudem künftig zwischen den Ladenzeilen queren, ohne wie bislang weite Bögen laufen zu müssen. Bis Juni 2013 rechnet der Eigentümer mit dem Abschluss der Umbauarbeiten. "Wir sind optimistisch, dass die Kunden die Veränderungen gut annehmen werden", so Projektleiter Quint. Alles andere sei der falsche Ansatz. Spätestens ab kommendem Herbst peilt Corio die Vollvermietung der Centrum-Galerie an.

Mehr Fotos unter www.dnn-online.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.10.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.