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Neptun herrscht wieder - Arbeiten am Brunnen beinahe vollständig abgeschlossen

Neptun herrscht wieder - Arbeiten am Brunnen beinahe vollständig abgeschlossen

Der Dornröschenschlaf des Neptunbrunnens auf dem Gelände des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt neigt sich seinem Ende entgegen. Bis Silvester sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, die Inbetriebnahme ist für das kommende Frühjahr geplant.

Von Christin Grödel

Damit endet ein jahrelanger Kampf um den Erhalt des barocken Bauwerks, das der Hofbildhauer Lorenzo Mattielli 1745/1746 fertiggestellt hatte. Mehr als 160 Jahre, in denen der Brunnen sich selbst überlassen blieb, herrschten kontroverse Debatten um den Standort der Bildhauerkunst. Erst 2009 stand fest: Die EU und die Stadt Dresden stellen Mittel zur Sanierung des Brunnens zur Verfügung, insgesamt 1,8 Millionen Euro sind in die Arbeiten geflossen. "Für den stark beschädigten Brunnen war es da bereits kurz vor zwölf", erinnert sich Sabine Hunger, Pressesprecherin des Krankenhauses.

Besonders die Restaurierung der Figurengruppe, die 2010 im ersten Bauabschnitt begann, stellte sich als aufwendig heraus. "Es fehlten eine Menge Teile, die nachgefertigt werden mussten, und der Stein war sehr porös", berichtet Stefan Ziesche, der Leiter der Abteilung Baumanagement des Klinikums. In den vergangenen zwei Jahren erfolgten dann mit den von der Stadt bereit gestellten 600 000 Euro die Arbeiten am Brunnenbecken. Laut Ziesche war hier vor allem die Abdichtung kompliziert, da in den Jahren vor der Sanierung rund 6000 Kubikmeter Grundwasser einfach versickerten.

Nun stehen lediglich Restarbeiten, etwa bei der Verfugung der Beckenplatten oder bei der Brunnentechnik an, dann ist das Projekt "Neptunbrunnen" abgeschlossen. Nach der Kälteperiode wird der Brunnen wieder sprudeln. Aber auch nach der feierlichen Inbetriebnahme soll die Arbeit nicht beendet sein, wie Hunger verrät. Das Krankenhaus plant, eine Stiftung einzurichten, damit auch dann, wenn die Brunnenunterstützer von heute nicht mehr sind, Schäden sofort ausgebessert werden und das Bauwerk nicht wieder verfallen kann. "Das liegt in unserer Verantwortung für die Zeit danach", so die Pressesprecherin. Schließlich sei diese Sanierung kein normaler Bau gewesen. "Der Neptunbrunnen ist ein besonderes Objekt, weil es viele Menschen - Klinikmitarbeiter, Dresdner und die Stadt - verbunden hat. Tägliche Routine kam da nicht auf", so Hunger.

Die Mittel bis zur Inbetriebnahme des Neptunbrunnens sind gedeckt. Was fehlt sind allerdings noch Gelder zum Erhalt von vier originalen Vasen. Um auch diese wieder an ihren Platz zu bringen, veranstaltet das Krankenhaus heute um 19 Uhr ein Benefizkonzert. Im Festsaal Marcolini-Palais spielen Mitarbeiter und Gäste unter dem Motto "Süßer die Glocken nie klingen". Statt Eintrittsgeld wird um eine Spende für den Brunnen gebeten.

Kartenreservierungen für das Konzert unter der Nummer 4 80 31 70

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.12.2012

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