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Negative Effekte für Dresden: Einkaufszentren führen zu Leerstand in Handelsstraßen

Negative Effekte für Dresden: Einkaufszentren führen zu Leerstand in Handelsstraßen

Büro- und Gewerbeimmobilien in Mitteldeutschland sind zunehmend gefragt. "Der Leerstand von Büroflächen nimmt weiter deutlich ab", sagte gestern Stefan Sachse, Geschäftsführer der BNP Real Estate Niederlassung Leipzig.

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Leipzig/Dresden. Aus einer Analyse des Immobiliendienstleisters für die mitteldeutschen Großstädte Leipzig, Dresden, Chemnitz, Erfurt, Halle und Magdeburg geht hervor, dass das Interesse professioneller Investoren an der Region insgesamt wächst. Zum einen präsentiere sich Mitteldeutschland mittlerweile auf einem dynamischen Entwicklungsniveau, so Sachse. Zum anderen könnten Metropolen wie Berlin, München oder Frankfurt den Bedarf bei Investoren nicht mehr abdecken.

Eine herausragende Entwicklung bescheinigen die Immobilienexperten dabei Leipzig. Zwar wurden im Vorjahr etwas weniger Büroflächen vermietet als 2011. Der Leerstand habe sich jedoch weiter verringert. Von insgesamt 3,75 Millionen Quadratmetern stehen 11,1 Prozent leer. Da nur zwei Drittel davon tatsächlich vermietbar seien, sinke die Leerstandsquote auf zehn Prozent. "Dieser Wert ist mittlerweile der beste im Vergleich der mitteldeutschen Großstädte und nähert sich der bundesdeutschen Normalität", so Sachse. Die höchsten Leerstände bei Büros gibt es demnach noch in Erfurt (17,4 Prozent) und Magdeburg (15,4 Prozent). Bei den Höchstmieten hat Leipzig inzwischen 12 Euro pro Quadratmeter erreicht. Am günstigsten sind Büroräume dagegen in Halle mit Spitzenmieten von 8,40 Euro. Im Einzelhandel stellen Leipzig und Dresden nach Berlin die wichtigsten Standorte in Ostdeutschland dar. Hier ist nicht nur das Interesse nationaler, sondern auch internationaler Filialisten groß. Allerdings sorgen insbesondere in der Landeshauptstadt die Vergrößerungen der Einkaufscentren wie Altmarkt- und Centrum-Galerie oder Elbe-Park dafür, dass es in den klassischen Handelsstraßen sogar Leerstände gibt. In Leipzig ist diese Entwicklung nach Ansicht von Sachse aufgrund der neuen Höfe am Brühl zwar ebenfalls gegeben, werde aufgrund der Nachfrage aber nur von kurzer Dauer sein.

Bei der Vermietung von Logistikflächen kann neben Leipzig vor allem Erfurt punkten. In der Thüringer Landeshauptstadt konnten mit 340000 Quadratmeter die meisten Flächen vermittelt werden, darunter Ansiedlungen wie die des Online-Händlers Zalando. Mit Spitzenmieten von 4,25 Euro pro Quadratmeter liegen Leipzig und Erfurt dabei im Vergleich mit westdeutschen Städten bereits über dem Niveau des Ruhrgebiets und nähern sich Städten wie Köln und Berlin.

Investoren haben im vergangenen Jahr in Leipzig mit 549 Millionen Euro zudem die mit Abstand meisten Umsätze in Gewerbe-Immobilien getätigt (Dresden: 127 Millionen Euro). Bemerkenswert sei, dass über die Hälfte der Käufer bereits aus dem Ausland komme, so Sachse. Bei den meisten Transaktionen handelt es sich allerdings um Eigentümerwechsel, nur zehn Prozent flossen in reine Neubauprojekte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.02.2013

Sabine Schanzmann-Wey

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Von Redakteur Sabine Schanzmann-Wey

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