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Nandu-Küken im Zoo Dresden überlebte als einziges sorglosen Vater und aggressive Krähen

Nandu-Küken im Zoo Dresden überlebte als einziges sorglosen Vater und aggressive Krähen

Pelle hatte keinen leichten Start ins Leben. Doch jetzt erobert sich das Nandu-Küken im Zoo Dresden ähnlich wie die gleichnamige Hauptgestalt in Martin Andersen-Nexös Roman die Welt.

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Das Nandu im Zoo Dresden.

Quelle: dpa

Das Geschöpf, von dem man noch nicht weiß, ob es Weiblein oder Männlein ist, ist aus einem von insgesamt zwölf Eiern geschlüpft, die seine Mutter gelegt hatte – und hat als einziges Küken überlebt. Die Vorgeschichte: Seit 2011 lebt ein Pärchen Darwin-Nandus auf der Südamerika-Anlage. Es handelt sich um die kleinere, seltenere und weniger bekannte der beiden Arten von Nandus. Im vergangenen Jahr unternahmen die beiden Laufvögel erste Brutversuche.

Das Ergebnis: Ein kleiner Nandu ist von den Pflegern per Hand aufgezogen worden. Auch in diesem Jahr hat der Hahn im März ein Nest gebaut, in das die Henne alle zwei Tage ein Ei legte. Weil Nandu-Männchen erst ab einer gewissen Anzahl von Eiern zu brüten beginnen, haben die Pfleger zu „Trick 17" gegriffen und täglich Gipseier mit dazu gelegt. „Ab dem zwölften Ei hat sich der Hahn tatsächlich auf das Gelege gesetzt und die befruchteten Eier ausgebrütet", berichtet Kurator Matthias Hendel. Allerdings machte das Nandu-Männchen auf der Außenanlage keinerlei Anstalten, seine Küken vor den frei fliegenden Krähen zu verteidigen. „Deshalb haben wir uns entschlossen, Hahn und Küken in den Stall zu verlegen, um die Kleinen vor Nesträubern zu schützen", erzählt Hendel. Dort allerdings kümmerte sich der gestresste Vater nicht mehr wirklich um seine Kinder. Ein Küken starb nach zwei Tagen, ein weiteres namens Klaus nach acht Tagen. Nur Pelle überlebte. Die Pfleger hatten es unter dem Nandu-Hahn im Nest gefunden und ziehen es jetzt mit der Hand auf.

Der kleine Pelle, inzwischen einen halben Meter groß und stolze zwei Kilogramm schwer, bekommt nun Insekten, Löwenzahn und geraspelte Möhren zu futtern. „Und drei- bis viermal am Tag führt Pflegerin Anna-Lena Auerbach den jungen Nandu aus, d.h. sie läuft vornweg und der Kleine immer hinterher", erklärt Hendel. Auch dieser Nandu wird Dresden verlassen müssen, wenn er groß ist. Ein Männchen nämlich bekommt früher oder später Stress mit seinem Vater. Ist es ein Weibchen, besteht die Gefahr der Inzucht.

Katrin Richter

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