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Nachwuchs bei den Nimmersatt-Störchen im Dresdner Zoo

Nachwuchs bei den Nimmersatt-Störchen im Dresdner Zoo

Mit ihrem knallgelben Schnabel, der aus dem nackten roten Gesicht krass hervorsticht, sehen sie sehr eindrucksvoll aus - die vier Nimmersatte im Zoo. Jetzt haben die beinahe einen Meter großen Storchenvögel mit dem typischen weißen Gefieder und den langen roten Beinen Nachwuchs bekommen.

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Mit ein wenig Glück lassen sich die kleinen Nimmersatte in der Flugvoliere beobachten. Sie verfügen im Gegensatz zu ihren Eltern noch über einen schwarzen Schnabel.

Quelle: Andor Schlegel

Mit ein wenig Glück lassen sich gleich drei Jungtiere auf der großen Brutplattform vorn bzw. im hinteren Teil in der Flugvoliere beobachten, in der es weitere Vogelarten wie Heilige Ibisse, Afrikanische Löffler, Kuhreiher und Hammerköpfe zu sehen gibt.

"Wir haben zwei Zuchtpaare - ein 18 Jahre altes Paar, das uns jedes Jahr mit ein oder zwei Jungen beglückt, und ein junges Pärchen", berichtet Kurator Matthias Hendel. Die junge Störchin kam 2009 aus dem tschechischen Zoo Dvur Kralove, ihr Partner zwei Jahre später aus Köln nach Dresden. "Beide sind jetzt sechs Jahre alt, haben 2011 zum ersten Mal angefangen, ein Nest zu bauen, hatten im vergangenen Jahr die ersten Eier und jetzt nun das allererste Junge", freut sich Hendel. Mit den beiden kleinen Störchen des alten Zuchtpaares gibt es nun im Ganzen drei kleine Nimmersatte in der Voliere. Die Kleinen haben weiße Daunenfedern, Kopf und Schnabel sind schwarz.

Nur wenige Zoos ziehen diese attraktiven Storchenvögel regelmäßig nach. "In Europa tun das außer uns nur der Prager, der Wiener und ab und zu der Kölner Zoo", weiß Hendel. Wenn die jungen Nimmersatte etwa ein Jahr alt sind, werden sie an andere Zoos abgegeben. "Die Nimmersatte sind heiß begehrt, so dass unsere Reservierungsliste verdammt lang ist", erzählt der Kurator. Sogar bis nach Dubai würden die Dresdner Storchenvögel transportiert.

Nimmersatte kommen in freier Natur in Afrika südlich der Sahara und auf Madagaskar vor. "Sie picken alles auf und schlingen hinunter, was in ihren großen Schnabel passt - Amphibien, kleine Reptilien, Wirbeltiere und natürlich vornehmlich Fische", zählt Hendel auf. Den scharfkantigen Schnabel ins Wasser gesenkt, lauern sie ihren Opfern in flachen, sumpfigen Gewässern bewegungslos auf.

Nicht ganz so groß ist der Kindersegen in diesem Jahr bei den Flamingos. Lediglich zwei dieser kleinen Geschöpfe staksen auf ihren dünnen Beinchen durchs Gehege. Ein Ei liegt verlassen auf einem Brutkegel. Hendel geht davon aus, dass in diesem Jahr einige Eier taub gewesen sind und andere von den Brutkegeln gefallen und kaputt gegangen sind. "Das kann passieren, weil wir viele junge unerfahrene Tiere auf der Anlage haben, da gibt es ab und zu mal Streitereien", sagt der Kurator. In den besten Zeiten seien im Zoo mehr als ein Dutzend Flamingos geschlüpft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.08.2013

Katrin Richter

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