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Nach vier Wochen Hochwasser im Dresdner Kiessee Leuben: Stadt genehmigt Abpumpen

Nach vier Wochen Hochwasser im Dresdner Kiessee Leuben: Stadt genehmigt Abpumpen

Der hohe Pegel des Kiessees in Dresden-Leuben darf vier Wochen nach dem Hochwasser nun doch künstlich abgesenkt werden. Die Genehmigung erhielt Martin Riedel, Betreiber der Wasserski-Anlage, am 1. Juli persönlich aus den Händen von Mitarbeitern des Dresdner Umweltamtes.

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Die Bürgerinitiative am Kiessee-Leuben in Dresden setzte sich für ein Abpumpen ein. Die Stadt genehmigte das Anliegen nach vier Wochen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Zuvor hatte sich eine Bürgerinitiative für das Abpumpen stark gemacht, jedoch eine Absage bekommen, da laut Stadt die Uferböschung gefährdet sei und Erdabrutsche drohten.

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Am Kiessee in Dresden-Leuben steht das Wasser 2,5 Meter über dem üblichen Pegel.

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In einem Gutachten, das Riedel in Auftrag gab, kommt der verantwortliche Sachverständige für Geotechnik jedoch zu einem umgekehrten Fazit. „Es wird aus geotechnischer Sicht dringend empfohlen, den Flutungswasserstand im Kiessee Leuben schnellstmöglich auf den mittleren Wasserstand abzusenken“, heißt es in der Stellungnahme, die DNN-Online vorliegt.

Zuvor verwies die Stadt auf die Gefahren für Badende und Besucher des Sees, die durch herabrutschende Erdmassen gefährdet seien. Im Gutachten der G.U.B. Ingenieur AG kommt der Sachverständige zu dem Schluss, dass der erhöhte Pegel den Lehm sättigt und aufweicht und somit selbst für Abrutsche sorgen könnte. Darüber hinaus lasse das Wasser den Grundwasserpegel in der Umgebung steigen und könnte durch den erhöhten Druck die Deiche des Niedersedlitzer Flutgrabens aufweichen. Da das Umweltamt nach vier Wochen die Erlaubnis erteilt hat, sinkt seit Montag langsam der Druck auf die Uferböschungen. „Wir schaffen rund zehn Zentimeter pro Tag“, schätzt Riedel ein. Spätestens in zwei Wochen soll der Sportbetrieb wieder laufen. „Wir pumpen jedoch nicht nur für uns ab. Auch das Wasser in den Kellern der Umgebung beginnt zu sinken“, so Riedel.

Das langsame Handeln des Umweltamtes könne er in Teilen nachvollziehen: „Ich habe Verständnis für die engen rechtlichen Grenzen. Nur von der unbürokratischen Hilfe war nichts zu sehen“, ordnet er ein. Insbesondere von dem Nachsorgestab habe er sich mehr versprochen. Schon während der Katastrophe habe er dort seine Anfragen gestellt. „Auf Antworten warte ich immer noch.“ Jetzt kümmern sich Wakeboarder, Kleingärtner und Anlieger um die Bewachung und das Abpumpen des Kiessees.

Dominik Brüggemann

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