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Nach dem Hochwasser: Dresden kehrt zur Normalität zurück

Nach dem Hochwasser: Dresden kehrt zur Normalität zurück

Nach dem Elbe-Hochwasser kehrt Dresden immer mehr zur Normalität zurück. Der Fluss stand am Dienstagmittag noch bei 6,30 Metern. Die meisten Straßen sind wieder geöffnet.

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Das Hochwasser am Dresdner Terrassenufer am Montagabend.

Quelle: Dominik Brüggemann

Die in der vergangenen Woche aufgeschichteten Sandsäcke werden entsorgt, die Flutschutzwände abgebaut. Auch Schulen und Kitas finden zur Normalität zurück. Abgesehen von der Leipziger Straße fahren auch die Straßenbahnen wieder alle auf ihren normalen Strecken. Warnstufe vier und der Katastrophenalarm sind seit Montagabend aufgehoben. Allerding sind Stand Dienstagmittag noch immer rund 1800 Haushalte ohne Strom.

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Auch rund um das Blaue Wunder rücken die Anwohner dem Schlamm zuleibe.

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Wie hoch die Schäden sind, wollte die Stadtverwaltung bisher nicht prognostizieren. Fest steht: So schlimm wie 2002 hat es die Stadt nicht erwischt. Zahlreiche damals geflutete Stadtteile sind dieses Mal trocken geblieben. Stadtteile wie Gohlis und Laubegast hat es hingegen wieder erwischt. Hier gibt es unter den Anwohnern heftige Diskussionen. Denn mit ausreichendem Flutschutz hätte das verhindert werden können. Dazu fehlte in Gohlis ein großes Stück Deich und in Laubegast eine Flutschutzmauer – beides wurde von Anwohnern verhindert oder zumindest so sehr verzögert, dass es 2013 nicht fertig war.

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Auf der Leipziger Straße wird mit schwerem Gerät aufgeräumt.

Quelle: Arno Burgi dpa

Zudem beginnen die Diskussionen über die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Katastrophenstäben auf der einen und freiwilligen Helfern auf der anderen Seite. An vielen Stellen hatten Bürger den Flutschutz selbst organisiert, managen jetzt auch Aufräumen und Hilfe ohne die Stadt. So manch Anwohner fühlt sich von Stadt und Feuerwehr allein gelassen.

Eine bessere Vorbereitung wünscht sich auch die Feuerwehr künftig bei der Frage der Anleitung von Helfern beim Bau von Sandsackdämmen. Mehr Unternehmen könnten sich selbst Sandsackvorräte zulegen, sagt Feuerwehrchef Andreas Rümpel.

Die Stadtverwaltung zahlt im Rathaus am Dr.-Külz-Ring, in Cossebaude und in Leuben weiterhin die Soforthilfe für Flutopfer aus. Bis Montagnachmittag wurden 530.800 Euro ausgezahlt, zudem wurden 1608 Hochwasserbescheinigungen ausgestellt. Dresdner, deren Wohnung unbewohnbar geworden ist, hilft das Sozialamt bei der Vermittlung einer Ersatzunterkunft. Hier gebe es zahlreiche Angebote von Vermietern und Hotels. Noch bis Freitag geschaltet ist das Bürgertelefon am Montag von 6 Uhr bis 22 Uhr unter der Rufnummer (0351) 488 76 66 besetzt. Zudem sind die Seelsorgetelefone von DRK (850 02 39) und der Diakonie unter (0 8001) 11 01 11 und (0 8001) 11 02 22 geschaltet.

Das Gesundheitsamt der Stadt warnt vor gesundheitlichen Gefahren. Jeder Helfer, der in überfluteten Häusern beim Aufräumen mit anpackt, sollte sich nicht nur Handschuhe und Gummistiefel anziehen, sondern auch feuchtigkeitsabweisende Kleidung tragen. „Da eine Verunreinigung des Wassers oder des Schlammes mit Krankheitserregern nicht ausgeschlossen werden kann, sollten sich immungeschwächte Personen und Kinder nicht an den Aufräumarbeiten beteiligen“, betonte ein Rathaussprecher. Zudem sollte jeder Helfer überprüfen, ob er gegen eine Tetanus-Infektion geimpft ist. Kinder dürfen auf keinen Fall im Flutwasser oder auf zwischenzeitlich überfluteten Flächen spielen.

Sandsäcke und Sperrmüll werden in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten weiterhin kostenlos abgeholt.

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Die Plätze des Dynamo-Nachwuchszentrums im Ostragehege sind zerstört.

Quelle: Dynamo Dresden

Weiterhin beeinträchtigt ist die Parkeisenbahn im Großen Garten. Erst ab Freitag sollen die Züge wieder durch den Park rollen. Der Bahnhof Karcherallee bleibt aber wohl noch zwei Wochen geschlossen. Auch zahlreiche Sportvereine kämpfen noch mit den Fluten. In Loschwitz, Laubegast oder im Ostragehege standen die Plätze teils eine Woche lang unter Wasser und sind nun auf Monate nicht bespielbar. Im Bereich der E- und F-Jugend wurden alle noch ausstehenden Spiele abgesagt, im übrigen Bereich nehmen nicht betroffene Clubs andere Teams auf.Allein das Nachwuchszentrum von Dynamo Dresden rechnet mit deutlich mehr als 100.000 Euro Schaden, so Geschäftsführer Ralf Gabriel.

sl / cs / ttr

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