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Nach „Pegida“-Delle 2015: Wieder mehr Touristen in Dresden

DMG Nach „Pegida“-Delle 2015: Wieder mehr Touristen in Dresden

Beherbergungssteuer hin, Pegida her – der Dresden-Tourismus ist wieder auf Wachtsumskurs. Auf sensationellem Wachstumkskurs sogar – so viele Übernachtungen gab es noch nie in den ersten beiden Monaten des Jahres.

Touristen im Dresdner Zwinger.

Quelle: DNN

Dresden. Beherbergungssteuer hin, Pegida her – der Dresden-Tourismus ist wieder auf Wachtsumskurs. Auf sensationellem Wachstumkskurs sogar – so viele Übernachtungen gab es noch nie in den ersten beiden Monaten des Jahres. Wie Karla Kallauch, Sprecherin der Dresden Marketing GmbH (DMG) gestern mitteilte, wurden im Januar und Februar 408 365 Übernachtungen registriert. Das ist ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besucher aus Deutschland buchten dabei 326 710 Übernachtungen, das ist ein Plus von 5,2 Prozent. Die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland stiegen sogar im hohen zweistelligen Bereich auf 81 655 Übernachtungen – das sind 23,6 Prozent mehr als 2015.

„Der Dresden-Tourismus hat sich nach dem Rückgang im vergangenen Jahr wieder positiv entwickelt und sogar Rekordwerte erreicht“, erklärte DMG-Geschäftsführerin Bettina Bunge. Für Euphorie sei allerdings kein Anlass. Die Monate Januar und Februar würden jahreszeitbedingt keine großen Reisevolumen verursachen und somit keine gernelle Aussage für die Entwicklung im Gesamtjahr ermöglichen. „Dennoch sind wir für die Zukunft von Dresden als attraktiver Tourismus- und Kongressstandort zuversichtlich“, so Bunge.

Die Gründe für das Wachstum liegen laut Kallauch unter anderem an attraktiven Reiseanlässen wie das Eishockey Winter-Derby im Dynamo-Stadion, dem 11. SemperOpernball oder dem Short Track Weltcup im Februar. Teilnehmerstarke Kongresse wie die VWR-Tagung im Februar mit 1700 Gästen oder die VPR-Jahrestagung mit 400 Gästen im Januar hätten ihren Beitrag zu der Bilanz geleistet. Der weltweite Trend zu Städtereisen und die starke Nachfrage nach Deutschlandreisen würden Dresden ebenso nutzen wie das Wirtschaftswachstum in vielen Märkten, das den dortigen Einwohnern das finanzielle Potenzial für Reisen ermögliche.

Weitere Impulse erhofft sich die DMG laut Kallauch von den 39. Dresnder Musikfestspielen, dem Deutschen Evangelischen Posaunentag 2016, den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit oder der Eröffnung des Kraftwerks Mitte. „Auch der Kongresskalender ist gut gefüllt“, so Kallauch. Im März waren 1300 Teilnehmer zur Date Konferenz angereist, die 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin bis zum Sonntag hatte sogar 2000 Teilnehmer. Zum 24. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung werden im Dezember sogar 3000 Gäste erwartet.

Das größte Plus bei Übernachtungen aus dem Ausland kommt mit 140,9 Prozent aus Spanien, 3501 Übernachtungen wurden gebucht. Polen mit 7158 Übernachtungen kam auf ein Plus von 105,2 Prozent, dadurch belegte das Nachbarland Platz ein bei den Auslandsmärkten. China erreichte einen Zuwachs von 69 Prozent, was 5422 Übernachtungen entspricht.

„Wir sind zuversichtlich, mit einer starken Bürgerschaft und engagierten Akteuren am Standort zu zeigen, wie gastfreundlich Dresden Menschen aus der ganzen Welt begrüßt“, so Bunge. Das sei das Fundament, das ein langfristig erfolgreiches Reiseziel benötige.

Johannes Lohmeyer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden (TVD), erklärte auf DNN-Anfrage, er halte es für gewagt, angesichts der Zahlen von einem Rekord zu sprechen. Im Januar und Februar seien die meisten Hotels nur zu 20 bis 30 Prozent ausgelastet. „Wir haben ein etwas besseres Ergebnis als im Vorjahr, darüber freuen wir uns.“ Gleichwohl würden sich viele Hotels in den ersten beiden Monaten des Jahres in der Verlustzone befinden. „Da ist es kein Grund zur Freude, wenn der Verlust etwas niedriger ausfällt“, so der TVD-Vorsitzende.

Thomas Baumann-Hartwig

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750 Jobs weniger

Der Touristenschwund im vergangenen Jahr hat die Stadt rund 750 Arbeitsplätze gekostet. Diese Zahl nannte Johannes Lohmeyer, Vorsitzender des Tourismusverbands Dresden (TVD). 2015 ging die Zahl der Übernachtungen um 133 000 im Vergleich zum Jahr 2014 zurück.

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