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Nach Parkverboten an „Kesselsdorfer“ in Dresden geben viele Läden auf

Nach Parkverboten an „Kesselsdorfer“ in Dresden geben viele Läden auf

Nach zwölf Jahren Mühen um eine Aufwertung der Kesselsdorfer Straße geht Geschäftsstraßen-Managerin Katrin Woittennek heute in Rente.

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Die Kesselsdorfer Straße in Dresden.

Quelle: Antje Beier

Ihrer Nachfolgerin Anke Böhm gibt die 67-Jährige als Rat mit auf den Weg, sich für mehr Parkplätze vor den Läden einzusetzen, bei Adventsfesten nicht mit dem Striezelmarkt zu konkurrieren – und ständig mit Geschäftsinhabern, Anwohnern, Einkäufern und Immobilien-Eigentümern im Gespräch zu bleiben. „Wir haben einiges erreicht, um die ,Kesseldorfer’ schöner zu machen und wieder zu ihrer alten Bedeutung als wichtige Einkaufsmeile zu führen, aber es ist noch ein langer Weg zu gehen“, schätzte sie am letzten Arbeitstag ein.

Denn nach der Wende hatte die „Kesselsdorfer“, zu DDR-Zeiten eine der wichtigsten Einkaufsstraßen in Dresden, drastisch an Bedeutung verloren. 1999 gründeten Anrainer den „Gewerbeverein Kesselsdorfer Straße“, um dies zu ändern. Die gelernte Buchhalterin Woittennek stieß auf Vermittlung der Arbeitsamtes 2002 dazu, zunächst – letztlich EU-finanziert – als Vollzeitkraft, ab 2007 dann allein auf Vereins-Kosten als Teilzeit-Managerin. Sie organisierte Feste, verzierte die Einkaufsstraße in der Adventszeit, baute ein Internetportal auf und vermittelte die Sorgen und Wünsche der Gewerbetreibenden und Käufer.

Nachdem es lange Zeit aufwärts ging und sich immer mehr leere Häuser wieder mit Geschäften füllten, habe vor allem das Parkplatz-Problem für Rückschläge gesorgt, schätzt sie ein: Als die Stadt den Rechtsstreit mit einem Fahrradfahrer verloren hatte, der gegen den zu schmalen Radweg an der Kesselsdorfer Straße geklagt hatte (DNN berichteten), schränkte die Stadt die Parkmöglichkeiten entlang der Straße stark ein – mit drastischen Folgen: „Im oberen Bereich jenseits der Rudolf-Renner-Straße ist der Leerstand seitdem gestiegen, viele Läden haben aufgegeben“, erzählt sie.

Darunter seien ein Bäcker, ein Teeladen und eine Tauchschule gewesen. Ein Fleischer büßte nach dem Parkverbot das gesamte Imbiss-Geschäft und damit ein Viertel seines Umsatzes ein und machte ebenfalls dicht. Wie sich die von der neuen linken Mehrheit im Stadtrat gewünschte einseitige Sperrung der Kesselsdorfer Straße und die geplante Zentralhaltestelle auf das Geschäftsleben auswirken werde, sei schwer zu prognostizieren, sagt Woittennek. „Die einen wünschen sich das, andere sind dagegen – die Meinungen der Gewerbetreibenden gehen stark auseinander.“

hw

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