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Nach Laubegast-Insolvenz: Dampfschiffahrt wehrt Kritik ab

Nach Laubegast-Insolvenz: Dampfschiffahrt wehrt Kritik ab

Warum hält sich die Sächsische Dampfschiffahrt in der Causa Laubegaster Werft so vornehm zurück? Diese Frage bekam Sebastian Meyer-Stork in den letzten Tagen des Öfteren zu hören.

Kritik, die der Geschäftsführer der Weißen Flotte bei der Vorstellung des Saisonausblicks 2013 gestern vehement zurückwies. Die insolvente Werft sucht dringend einen Investor. Dass sich derzeit niemand findet, der das Ruder übernehmen will, liegt nach Ansicht des Dampfschiffahrt-Chefs nicht an der Zurückhaltung seines Unternehmens.

"Das Problem sind nicht die Investoren. Da gibt es mit der Werft in Roßlau und einem Interessenten aus der Schweiz genug Anwärter. Es hängt also nicht an uns", kommentierte Meyer-Stork die Anwürfe, die insbesondere Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko in den Ring geworfen hatte. Dass es nicht voranginge, liege vielmehr am "schnöden Mammon. Das Problem ist der erhebliche Sanierungsbedarf, der im eigentlichen Werftbetrieb aufgelaufen ist", so Meyer-Stork. Das sähen auch die beiden Interessenten so. "Zu den 500000 Euro Übernahmekosten müsste mindestens noch mal so viel investiert werden, um die Werft konkurrenzfähig zu machen." Insolvenzverwalter Danko hatte zuvor von rund 1,5 Millionen Euro Kaufpreis gesprochen.

Meyer-Stork sieht sein Unternehmen auch weiterhin als Kunde der Werft. Für ein Eingreifen als Investor sei die Dampfschiffahrt gänzlich ungeeignet: "Da fehlen Aufträge aus dem Stahlbaubereich, um auch in der Sommersaison wirtschaftlich zu bleiben. So etwas können wir nicht liefern." Nichtsdestotrotz zeigte sich Meyer-Stork zuversichtlich, dass es auch 2013 eine Laubegaster Werft geben wird. "Es bringt nichts, jetzt Szenarien auszumalen, was wäre, wenn man sie nicht retten kann." Einer der beiden Interessenten werde das Kind schon schaukeln.

Genau das könnte allerdings erhebliche Probleme bringen. Übernähme die Werft in Roßlau die Laubegaster Kollegin, drohte ein Werftmonopol entlang der Elbe. Dass dies zu Verteuerungen auch für die Dampfschiffahrt führen könnte, die ihre Schiffe dann ebenfalls beim Monopolisten warten lassen müsste, wollte selbst Meyer-Stork gestern nicht dementieren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.03.2013

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