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Nach Hochwasser: Hoteliers und Gastronomen an der Elbe setzen auf Rest-Sommer

Nach Hochwasser: Hoteliers und Gastronomen an der Elbe setzen auf Rest-Sommer

Dresden/Meißen/Pirna. Ausflugs- und Erholungsorte entlang der Elbe in Sachsen setzen nach dem Hochwasser auf den Rest- Sommer. „Die Stimmung ist ganz gut“, sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, Tino Richter, am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

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Quelle: Stefan Schramm

Von einer Stornierungswelle wollten zwar auch die Meißner Region und die Dehoga Sachsen nicht sprechen. Absagen gebe es aber, sogar weit über die Saison hinaus und in Gegenden, die höher oder weit vom Wasser weg liegen.

Dabei haben auch von der Katastrophe betroffene Gastgeber provisorisch längst wieder auf und teilweise die Generalsanierung in den Winter verlegt.In der Sächsischen Schweiz, einem der beliebtesten Urlaubs- und Ausflugsgebiete des Freistaates, sind die Hotels wieder gut gefüllt und jede Woche eröffneten weitere Häuser. Nur Einrichtungen mit großen Schäden bleiben länger geschlossen, wie die Elbresidenz Bad Schandau, die erst 2014 wieder öffne. „Für die ist das Jahr gelaufen“, sagte Verbandschef Richter. Im Hotel Helvetia in Schmilka nahe Tschechien dagegen sehe es schon wieder so aus, „als wäre nichts gewesen“.

Und 85 Prozent der Einrichtungen waren laut Richter gar nicht betroffen.Er geht trotzdem von einem Umsatzminus zwischen 10 und 20 Prozent für das Jahr aus. „Das ist auch nicht mehr aufzuholen.“ Die Häuser versuchten nun, mit Improvisation und Austausch ihre Buchungen zu halten. „Aber es besteht die Gefahr, dass das relativ spontane Geschäft wegbleibt.“ Das trifft vor allem Herbergen am Elberadweg. Radtouristen suchten sich da Alternativen, obwohl die Piste zumindest in Sachsen längst wieder befahrbar ist, wie Kerstin Rosenbaum vom Tourismusverband Sächsisches Elbtal sagte. „Die Zahl spontaner Gäste ist spürbar zurückgegangen.“

Dabei seien nur einzelne Häuser, nicht mehr als drei Prozent aller Unterkünfte, geschlossen, sagte sie. „Die Leute sind verunsichert und stornieren Buchungen in Häusern, die fernab des Flusses liegen.“ Die Vermieter seien daher mit Blick auf die nächsten Wochen skeptisch. Von der Katastrophe merkten Besucher kaum noch etwas, selbst das Theater spiele an anderen Orten. Auch alle Kulturhighlights seien uneingeschränkt zugänglich. „Aber manche Gäste lassen sich auch durch die besten Argumente nicht umstimmen.“Mit größeren Einbußen rechnet auch die Gastronomie. „Das gilt vor allem für Gaststätten und Biergärten in Elbnähe“, sagte Dehoga Sachsen-Hauptgeschäftsführer Frank Lehmann. Lokale im Freien seien ja auf die Sommerzeit und damit die folgenden Wochen angewiesen. „Aber die Einbrüche sind nicht mehr auszugleichen.“ 2013 könnten betroffene Hoteliers und Wirte nur mit Hilfen überstehen. „Der Umsatz fehlt, aber die Kosten laufen ja weiter“, schilderte er das Dilemma.Daher appellierte auch der Landestourismusverband (LTV), dass ein Besuch die beste Hilfe ist.

„Alle Urlaubsregionen können bereist werden“, sagte Präsident Andreas Lämmel. Die Jahresbilanz sei zwar getrübt. „Aber es ist noch nicht alles verloren.“ Ein schneller Wiederaufbau und Investitionen ins Marketing sollen helfen. Auch Dehoga-Geschäftsführer Lehmann drängt auf touristische Normalität. Sein Signal in die Welt: „Kommen Sie, es ist alles bestens.“

dpa

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