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Nach Attentat auf Bundeswehr: Offizierschule in Dresden für Ernstfall gewappnet

Nach Attentat auf Bundeswehr: Offizierschule in Dresden für Ernstfall gewappnet

Nach dem Brandanschlag auf einen Bundeswehrfuhrpark in Sachsen-Anhalt am Wochenende haben Vertreter der Offizierschule des Heeres (OSH) in Dresden zur Besonnenheit gemahnt.

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Szenen wie nach einem Bombenanschlag: Der zerstörte Fuhrpark der OSH an der Marienallee am 15. April 2009.

Quelle: Norbert Millauer

Derzeit bestünde kein Anlass für besondere Sicherheitsvorkehrungen, erklärte Sprecher Holger Hase: "Panikmache ist das Letzte, was jetzt angebracht wäre."

Die Vorkommnisse, bei denen Unbekannte in die Elb-Havel-Kaserne in Havelberg eindrangen und 16 Dienstfahrzeuge anzündeten, rufen in Dresden böse Erinnerungen wach. Am Ostermontag 2009 hatten auf dem Gelände des Fuhrparks der OSH 42 Busse und Pkws gebrannt, nachdem Unbekannte Feuer gelegt hatten. Der Verdacht konzentrierte sich damals wie auch dieser Tage auf militante antimilitaristische Gruppen. Die Ermittlungen dauern bis heute an, ohne dass die Täter dingfest gemacht wurden. "Wir ermitteln gegen konkrete Personen", gab Oberstaatsanwalt Lorenz Haase auf DNN-Anfrage zu Protokoll. Zu Detailfragen allerdings hält sich die Staatsanwaltschaft bedeckt. "Es wird sich zeigen, ob sich aus der Erkenntnislage in Sachsen-Anhalt neue Ermittlungsansätze für uns ergeben." Dort sieht man derzeit "keinen Anhaltspunkt, dass ein Zusammenhang mit dem Dresdner Fall besteht", sagte der Sprecher des anhaltinischen Landeskriminalamtes, Stefan Brodtrück. Man ermittle jedoch in alle Richtungen.

Auf knapp drei Millionen Euro Schaden blieb der Steuerzahler 2009 nach dem bis dato empfindlichsten Schlag gegen die Bundeswehr auf heimischem Boden sitzen. Noch während Polizei und Hundestaffeln fieberhaft die Dresdner Heide durchkämmten, hatte der damalige OSH-Kommandeur Franz-Xaver Pfrengle eine Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Trotz Wachschutz und Überwachungskameras war es den Tätern gelungen, einen zwei Meter hohen Zaun samt Stacheldrahtaufsatz zu überwinden, zu brandschatzen und unbemerkt zu entkommen. "Natürlich wurden die Ereignisse ausgewertet und haben intern Konsequenzen nach sich gezogen", erklärte OSH-Sprecher Hase. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, die das Eindringen in das Territorium der Heeresschule erschweren sollen. Im Detail wolle man dazu aber keine Angaben machen, da dies möglichen Tätern in die Hände spielen könne.

Unter anderem seien die Zaunanlagen verstärkt und die Videoüberwachung verbessert worden. Notfallfahrpläne sehen zudem bei erhöhter Gefahrenlage zusätzliche Sicherungsmaßnahmen wie verstärkte Kontrollgänge oder einen Einsatz von Bundeswehrpersonal vor. Derzeit, so Hase, sei man in Dresden jedoch weit von einer solchen Situation entfernt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.07.2013

Jane Jannke

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