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NPD reicht Klage gegen Dresdner Politologen Kailitz ein

Streit vor Gericht NPD reicht Klage gegen Dresdner Politologen Kailitz ein

Die juristische Auseinandersetzung um NDP-kritische Äußerungen des Dresdner Politologen Steffen Kailitz geht in die nächste Runde. Die rechtsextreme Partei habe die angekündigte Klage gegen den 47-Jährigen Totalitarismusforscher vom Dresdner Hannah-Arendt-Institut eingereicht.

Quelle: dpa

Dresden. Die juristische Auseinandersetzung um NDP-kritische Äußerungen des Dresdner Politologen Steffen Kailitz geht in die nächste Runde. Die rechtsextreme Partei habe die angekündigte Klage gegen den 47-Jährigen Totalitarismusforscher vom Dresdner Hannah-Arendt-Institut eingereicht, teilte das Landgericht Dresden am Donnerstag mit. Sie will Kailitz verbieten lassen, zu behaupten, die NPD „plane rassistisch motivierte Staatsverbrechen und wolle acht bis elf Millionen Menschen aus Deutschland vertreiben, darunter mehrere Millionen deutscher Staatsbürger mit Migrationshintergrund“.

Mit dem Versuch, ein Verbot im sogenannten einstweiligen Rechtsschutz durchzusetzen, war die NPD in der vergangenen Woche gescheitert. Ein Richter hatte Anfang Mai zwar eine einstweilige Verfügung erlassen, diese dann aber wieder aufgehoben, nachdem die Partei ihren Antrag in der mündlichem Verhandlung wegen Aussichtslosigkeit aufgrund fehlender Dringlichkeit selbst zurückgezogen hatte. Nun will die NPD in einem sogenannten Hauptsacheverfahren gegen die von Kailitz in einem Beitrag für „Zeit online“ erhobenen Behauptung vorgehen.

Die Verfügung des Richters, der ein aktives AfD-Mitglied ist, hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Kritiker hatten von einem „Maulkorb“ und Eingriff in die Freiheit der Wissenschaft gesprochen. Kailitz hatte fast gleichlautende Aussagen auch schon als Gutachter im NPD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht gemacht.

dpa

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Verfügung aufgehoben
Steffen Kailitz

Der Dresdner Politologe Steffen Kailitz darf wieder behaupten, dass die NPD „rassistisch motivierte Staatsverbrechen“ plane. Die rechtsradikale Partei zog am Freitag vor dem Landgericht Dresden ihren bereits stattgegebenen Antrag auf Einstweilige Verfügung zurück, drohte aber sofort eine Klage in der Hauptsache an.

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