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Musik-Planer beim Dresdner Stadtfest: "Bei MIA. hat man uns zappeln lassen"

Musik-Planer beim Dresdner Stadtfest: "Bei MIA. hat man uns zappeln lassen"

Seit 2007 organisiert Stefan Kästner (34) für den Konzertveranstalter Aust das Musikprogramm des Dresdner Stadtfestes. Während er bis 2011 "nur" für die Bühne am Theaterplatz zuständig war, sind es mittlerweile fünf Veranstaltungsorte.

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Die Trends schon ein Jahr vorher erkennen: Stefan Kästner organisiert das Musikprogramm für das Dresdner Stadtfest.

Quelle: Anja Schneider

Nur durch gründliche Planung und gute Kontakte kann das gelingen. Wir haben mit ihm über das aktuelle Fest gesprochen.

Es gibt Gerüchte, dass Felix Räuber zum Stadtfest kommt und gemeinsam mit MIA. auftritt. Was ist da dran?

Ich habe davon auch gehört. Das kann ich bis jetzt nur dementieren. MIA. werden, wie geplant, ihr neues Album präsentieren - und das mit Sicherheit ohne Felix Räuber.

Gut, hätten wir das auch geklärt. Dann würde mich als nächstes mal interessieren, wie die Organisation grundsätzlich abläuft. Wie bekommt man 1000 Künstler für ein Wochenende nach Dresden?

Um es vorweg zu sagen: Das Geld ist es nicht. Da wir keine 40 Euro Eintritt nehmen wie bei regulären Konzerten, ist das Budget begrenzt. Trotzdem versuchen wir jeden zu überzeugen. Zum einen ist das möglich, weil wir das ganze Jahr über Konzerte veranstalten und daher gute Kontakte haben und zum anderen, weil Dresden als Stadt eine große Zugkraft hat. Aki Bosse sagte mal zu mir vor einigen Jahren, dass das Konzert zum Stadtfest vor der Semperoper sein bisher schönster Gig war.

Hand aufs Herz, gab es diesmal auch jemanden, bei dem es trotz Dresden-Bonus nicht ganz so leicht war?

Eigentlich nicht, aber bei MIA. hat man uns vielleicht etwas lange zappeln lassen.

Welche Herausforderungen gibt es sonst noch bei der Organisation der Konzerte?

Bei insgesamt fünf Bühnen auf dem Theaterplatz, dem Alt- und Neumarkt, dem Goldenen Reiter und dem Schlossplatz ist die Organisation der Konzerte eine Herausforderung, vor allem, weil die historischen Plätze deutlich weniger Kapazität bieten als in einem "normalen" Konzertumfeld. Abgesehen davon ist es wichtig, dass die Darbietungen alle Altersklassen ansprechen. So haben wir Johannes Oerding und MIA. vor allem für die junge Generation nach Dresden geholt, während sich Keimzeit oder die Philharmoniker mehr an die über 30-Jährigen richten. Das müssen wir auch bei der zeitlichen Taktung berücksichtigen. Viele Besucher möchten in der Regel lieber vor 22 Uhr zum Konzert gehen und die Jugendlichen gerne ab 22 Uhr.

Wie wichtig sind bei der Konzertplanung aktuelle Trends?

Das ist der entscheidende Punkt. Weil die Vorbereitungen für das Fest quasi ein Jahr vorher starten, müssen wir einschätzen, wer bis dahin angesagt ist. Volltreffer haben wir diesbezüglich mit Johannes Oerding oder zum Beispiel Philipp Dittberner gelandet. Den haben wir schon vor einem Dreivierteljahr verpflichtet und gerade jetzt läuft sein Song "Wolke 4" auf allen Radiostationen rauf und runter.

Vielen Dank für das Gespräch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.08.2015

Stephan Hönigschmid

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