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Museum zur Fernmeldetechnik in Dresden - 15 Jahre ehrenamtliche Arbeit

Museum zur Fernmeldetechnik in Dresden - 15 Jahre ehrenamtliche Arbeit

Dresden besitzt ein in seiner Art wohl deutschlandweit einzigartiges Fernmeldemuseum. Hier findet der Besucher alles, was in Deutschland von den Anfängen des Fernsprechens in der Kaiserzeit über die Zeit der Weimarer Republik, das Dritte Reich und die DDR bis zur Schaffung der digitalen Kommunikationswelt, also bis zum Beginn der 1990er Jahre, geschaffen und eingesetzt wurde.

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Eine stolze Bilanz 15-jähriger Vereinsarbeit hat der Vorsitzende Claus Haubold gezogen.

Quelle: Peter Weckbrodt

Das Museum zeigt zum Beispiel Telefone mit Kurbelinduktor oder mit Ortsbatterie, die uralte Handvermittlung für die Anschlüsse in einer Stadt oder im Hotel, das Gestell mit den schnurrenden Drehwähler im Fernmeldeamt, die Telegraphen-Freileitungen, wie sie sich schier endlos längs der Straßen und Eisenbahngleise durch das Land zogen. Und diese Schätze stehen nicht hinter Glas, sondern sind zum Anfassen nah.

Eingerichtet haben dieses Museum die Männer und Frauen der Interessengemeinschaft (IG) "Historische Fernmeldeanlagen". In 130 000 Stunden ehrenamtlich geleisteter Vereinsarbeit haben sie dies in 15-jähriger Arbeit geschaffen und konnten nun eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Am 20. Oktober 1990, also unmittelbar nach der politischen Wende in der DDR, waren neun Fernmeldetechniker in der alten Oberpostdirektion Dresden zusammen gekommen. Sie beschlossen alles zu sammeln, was zuvor in 110 Jahren an Fernmeldetechnik im Einsatz war. Die "Dresdner Neuesten Nachrichten" waren übrigens beim ersten Vereinstreffen mit dabei, wir berichteten als erste Zeitung über diesen Anfang.

Inzwischen ist der Verein auf 80 Mitglieder angewachsen. Gern besuchen technisch Interessierte wie auch Schulklassen das Museum an den Tagen der offenen Tür, zur Museumsnacht, zum Denkmalstag oder nach Voranmeldung.

Die Jugendarbeit spielt im Verein eine besondere Rolle. So bringt er sich aktiv in den zwischen der Dresdner Telekom-Niederlassung und dem Gymnasium "Luisenstift" in Radebeul bestehenden Patenschaftsvertrag ein. Im Rahmen der Projekttage dieser Schule organisiert der Verein Führungen durch das Museum. Die Schüler können selbst ausprobieren, wie bis vor weniger als 20 Jahren noch telefoniert wurde. Interessierten Schülern wird ein Lötpraktikum angeboten. Auch andere Gymnasien, Fach- und Berufsschulen aus dem Raum Dresden nutzen diese Angebote. Das alles erfolgt kostenlos. Nächste Gelegenheit zum Museumsbesuch ist am 8. November von 10 bis 15 Uhr.

Fernmeldemuseum Dresden, Annenstraße 5, Eingang Hertha-Lindner-Straße; Tel.: 0351/4 82 06 80;

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.10.2014

Peter Weckbrodt

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