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Multikulturelles Stricken im Johannstädter Kulturtreff

Kreativ und international Multikulturelles Stricken im Johannstädter Kulturtreff

Jeden Mittwochnachmittag wird es im Johannstädter Kulturtreff bunt und kreativ. Bis zu 30 Frauen aus verschiedensten Ländern und Kulturen treffen sich dort ab 16 Uhr, um gemeinsam zu stricken. „Oftmals haben wir hier bis zu zehn verschiedene Nationen an einem Tisch sitzen“, berichtet die Initiatorin stolz.

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Lara und Hasnaa aus Syrien stricken jede Woche gemeinsam mit Marta (v.l.) aus Paraguay. Marta strickt schon lange an Babyschuhen. „Die werden dem Kind wohl nicht mehr passen, wenn ich fertig bin“, lacht sie.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Jeden Mittwochnachmittag wird es im Johannstädter Kulturtreff bunt und kreativ. Bis zu 30 Frauen aus verschiedensten Ländern und Kulturen treffen sich dort ab 16 Uhr, um gemeinsam zu stricken. „Oftmals haben wir hier bis zu zehn verschiedene Nationen an einem Tisch sitzen“, berichtet Annelie Gunkel stolz. Sie ist die Initiatorin und Kursleiterin des interkulturellen Stricktreffs.

„Angefangen hat alles an einem kleinen Tisch in der Küche des Kulturzentrums mit vier Frauen aus Tschetschenien“, erinnert sich die quirlige Rentnerin. Seit Januar 2014 gibt es den Stricktreff und mittlerweile kommen im Schnitt 15 bis 20 Frauen regelmäßig. Und es werden immer mehr. Lara aus Syrien ist von Beginn an dabei und fungiert inzwischen als Dolmetscherin. „Der Treff ist für viele Frauen eine Bereicherung des Alltags. Einige haben dadurch sogar eine Arbeit gefunden, ein Praktikum oder eine Wohnung vermittelt bekommen. Das haben wir alle der Annelie zu verdanken“, schwärmt die Syrerin.

Stricken steht dennoch nicht immer im Vordergrund. „Uns ist es sehr wichtig, auch die deutsche Sprache zu vermitteln und manchmal helfen wir bei Behördenbriefen oder Bewerbungen. Also eigentlich machen wir hier alles“, lacht Annelie Gunkel. Die fertigen Werke werden in der Regel an Flüchtlinge gespendet oder für die sogenannten Begrüßungsbesuche verwendet. „Dabei werden Dresdner Familien mit Neugeborenen besucht und mit selbst gestrickten Socken beschenkt. Diese werden meist von Seniorinnen gestrickt, nun auch von Migrantinnen“, informiert Claudia Bühring vom Jugendamt in Dresden. Sie verwies auf die 26. Interkulturellen Tage, welche am 18. September beginnen. In diesem Jahr gibt es fast doppelt so viele Anmeldungen, wie im vergangenen Jahr. 157 Veranstaltungen von 108 Vereinen aus verschiedenen Bereichen warten auf die Besucher. Dort wird auch der Stricktreff vertreten sein.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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