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Müllchaos im Dresdner Alaunpark geht weiter

Müllchaos im Dresdner Alaunpark geht weiter

Trotz aller Bemühungen bleibt der Alaunpark an manchen Tagen eine Müllkippe. Vor allem am Sonntag bietet sich oft ein verheerendes Bild mit überquellenden Papierkörben, gefährlichen Glasscherben auf der Wiese und benutzten Wegwerfgrills.

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Noch immer verwandelt sich der Alaunpark jedes Wochenende in eine Müllkippe.

Quelle: Stephan Hönigschmid

„Ich bin jeden Tag mit meinen Kindern hier und kann nur sagen, dass es sonntags am schlimmsten ist“, berichtet die 31-jährige Zeliha Shakir. Sie finde es traurig, dass einige Leute ihren Abfall nicht entsorgen, so Shakir. Dabei gehe es ihr nicht nur um die Ordnung an sich, sondern auch um handfeste Gefahren für herumtollende Kinder. „Erst vorige Woche haben kleine Kinder auf dem nahe gelegenn Sandkasten gespielt und dort Glasscherben von zerbrochenen Bierflaschen ausgebuddelt. Manche von ihnen nehmen zudem die ebenfalls reichlich herumliegenden Kronkorken der Flaschen in den Mund und knabbern daran“, ärgert sich die 31-Jährige.

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Besonders am Wochenende verwandelt sich der Alaunpark jedes Mal aufs Neue in eine Müllkippe.

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Dass der Müll noch immer zu selten den Weg in die zahlreichen Mülleimer und Mülltonnen findet, hat auch die 19-jährige Margarita Garder beobachtet. „Am Wochenende ist hier immer alles sehr vermüllt. Manche Besucher sind einfach zu faul oder zu betrunken, um ihre Abfälle wegzubrignen.“

Eine etwas andere Sicht hat die 25-jährige Christin. „Ich würde schon sagen, dass es besser geworden ist. Es gibt immer öfter Leute, die sich Mühe geben und ihren Müll auch wegschaffen.“ Sie sei jeden Sonntag im Park und könne das deshalb gut beurteilen.

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Zum Wochenbeginn waren die Wiesen gereinigt. Wie lange der Zustand anhält, darüber kann nur gemutmaßt werden.

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Zusätzliche Mülltonnen sollen seit zwei Monaten dafür sorgen, dass der Alaunpark sauberer wird. Doch hat sich auch das Verhalten der Besucher geändert?

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Weil das Müllproblem im Alaunpark schon lange besteht, haben das Ortsamt Neustadt, die Dresdner Stadtreinigung und der Gewerbe- und Kulturverein Äußere Neustadt Dresden e. V. vor zwei Monaten gemeinsam die Initiative ergriffen und eine Strategie entwickelt, um die Situation zu ändern. Unter anderem fordert seitdem ein Dreck-weg-Banner beim Betreten des Parks die Besucher auf „Nimm mich mit!". Außerdem wurden im Rahmen des Pilotprojektes „Szeneviertel ja – Dreckecken nein“ die Leerungszyklen für die Müllbehälter erhöht und fünf große Tonnen mit jeweils 1,1 Kubikmetern Fassungsvermögen aufgestellt. Die Wiese wird dreimal pro Woche - jeweils montags, freitags und sonnabends - gesäubert.

Die Unterhaltung des Alaunplatzes einschließlich des Platzes mit dem Brunnen an der Tannenstraße kostet jährlich 180.000 Euro, teilte die Stadtverwaltung mit. In dieser Summe sind die Kosten für die Müllentsorgung und Pflegemaßnahmen enthalten. Je nach Bedarf sind zwischen zwei und sechs Personen im Einsatz. Die Müllaktion mit zusätzlichen Tonnen und dem Banner im Eingangsbereich schlug mit 17.000 Euro zu Buche.

Stephan Hönigschmid

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