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Moscheeneubau in Dresden geplant

Ahmadiyya-Gemeinde Moscheeneubau in Dresden geplant

Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde plant in Dresden den Neubau einer Moschee. Das Rathaus wurde bisher noch nicht wegen eines Grundstücksankaufs kontaktiert und es liegen auch noch keine Bauanträge oder Prüfungen vor.

Wie die geplante Moschee in Leipzig, hier im Modell, könnte ein ähnlicher Bau auch bald in Dresden errichtet werden.
 

Quelle: LVZ

Dresden.  Nach Vorhaben in Leipzig und Chemnitz ist nun offenbar auch in Dresden ein Moscheeneubau geplant. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde möchte ein muslimisches Gotteshaus für ihre knapp 60 Mitglieder in der Landeshauptstadt errichten. „Der Islam gehört für uns zu Dresden, genau wie alle anderen Weltreligionen auch“, teilte Dresdens Integrationsbeauftragte Kristin Winkler auf DNN-Anfrage mit. Es sei jedoch noch zu keiner Zusammenarbeit zwischen den 60 Mitgliedern der Ahmadiyya-Gemeinde und dem Rathaus oder der Verwaltung gekommen.

Durch den geplanten Moscheebau in Dresden möchte die Gemeinde ihren Glauben auch nach außen hin sichtbar ausleben. An das Liegenschaftsamt der Stadt ist sie allerdings noch nicht herangetreten. Auch zur Gestaltung liegen noch keine Informationen vor. „Für die Suche nach einem geeigneten Grundstück wären Angaben wie z.B. die geplante Bauhöhe oder Größe des Vorhabens notwendig“, teilte Stadtsprecherin Anke Hoffmann mit.

In Chemnitz plant die Gemeinde einen Neubau samt Minarett und Kuppel. In Leipzig ist bereits seit einigen Jahren die Errichtung eines Sakralbaus angedacht. Insgesamt bauten die Ahmadiyya seit 1989 bislang 46 Moscheen im gesamten Bundesgebiet. In Berlin steht mit der Wilmersdorfer Moschee, Baujahr 1924, der älteste noch erhaltene muslimische Sakralbau Deutschlands.

In ganz Sachsen leben etwa 250 Vertreter dieser Glaubensrichtung des Islam, welche sich aus einer Reformbewegung im 19. Jahrhundert von den großen muslimischen Strömungen abspaltete. Die rund 40 000 Gläubigen in Deutschland, größtenteils Pakistani, gelten als älteste aktive muslimische Gemeinde in der Bundesrepublik, sie sind seit 1922 organisiert. Der Bau in Leipzig-Gohlis soll knapp 700 000 Euro kosten, finanziert aus Spendengeldern der Gläubigen. Zur feierlichen Grundsteinlegung im September wird auch das spirituelle Oberhaupt, Mirza Masrur Ahmad, erwartet.

Von Paul Felix Michaelis

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