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Moscheen laden Dresdner zum Gespräch ein

Interkulturelle Tage Moscheen laden Dresdner zum Gespräch ein

In den kommenden Wochen haben die Dresdner die Möglichkeit, genauer hinter die Kulissen der Dresdner Moscheen zu schauen. Im Rahmen der interkulturellen Tage vom 18. September bis zum 2. Oktober soll der Austausch zwischen den Religionen forciert werden.

Das Freitagsgebet in der DiTiB-Gemeinde.
 

Quelle: dpa

Dresden.  In den kommenden Wochen haben die Dresdner die Möglichkeit, genauer hinter die Kulissen der Dresdner Moscheen zu schauen. Im Rahmen der interkulturellen Tage vom 18. September bis zum 2. Oktober soll der Austausch zwischen den Religionen forciert werden.

So lädt das Marwa El-Sherbini Kulturzentrum am 21. September zu einer Infoveranstaltung rund um den Islam auf die Marschnerstraße. Eine zweite Veranstaltung ist für den 24. September geplant, hier soll das Gebet im Mittelpunkt des Interesses stehen. Einen Tag später sind die Dresdner in die DiTiB-Moschee an der Hühndorfer Straße eingeladen, um die dortige Gemeinde bei einem Kaffee kennenzulernen.

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In den kommenden Wochen haben die Dresdner die Möglichkeit, genauer hinter die Kulissen der Dresdner Moscheen zu schauen. Im Rahmen der interkulturellen Tage vom 18. September bis zum 2. Oktober soll der Austausch zwischen den Religionen forciert werden.

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Nach dem Ende der interkulturellen Tage, die am 2. Oktober mit einer Feier zum islamischen Neujahr und einer Festveranstaltung im Rathaus zu Ende gehen, öffnen dann am Tag der deutschen Einheit alle drei Dresdner Moscheen sowie die Ahmadiyya-Gemeinde ihre Türen. In den muslimischen Gotteshäusern sind Fragerunden, Führungen und vieles mehr geplant. Vor allem soll es darum gehen, den Dresdnern den oft fremden Glauben zu erklären.

Interkulturelle Tage

Vom 18. September bis zum 2. Oktober feiert Dresden zum 26. Mal die interkulturellen Tage. Unter dem Motto „Gemeinsam Vielfalt leben“ sind 157 Veranstaltungen geplant, 108 Vereine beteiligen sich. Die diesjährigen Schwerpunkte liegen auf den Themen Interreligiöser Austausch, Asyl ist Menschenrecht sowie Interkulturalität – gemeinsam Neues gestalten. Geplant sind unter anderem Theatervorstellungen, Konzerte, Diskussionsrunden und Vorträge. Die interkulturellen Tage seien als „Plattform des Kennenlernens“ gedacht.

Für die muslimischen Gemeinden steht momentan vor allem die Arbeit mit Geflüchteten im Mittelpunkt. „Keiner konnte sich vorstellen, wie sich das entwickelt hat“, meint Awad Almhamied, Vorstand des Marwa El-Sherbini Kulturzentrums. Denn die Zahl der Muslime hat sich im vergangenen Jahr deutlich erhöht. So platzen die Moscheen und Gebetsräume aus allen Nähten. Auch die Integrations- und Hilfsangebote mussten ausgeweitet werden. Das bedeutete eine enorme finanzielle Belastung, so Yusuf Sengün, Vorstand der Dresdner DiTiB-Gemeinde. Schließlich müssten die Gemeinden alle Kosten selbst aus Spenden ihrer Mitglieder finanzieren.

Beide betonen die wichtige Rolle der hiesigen Moscheen. Diese seien für viele Geflüchtete ein kleines Stück Heimat und erster Ort, an den sie sich bei der Suche nach Hilfe und Orientierung wenden würden. Zudem seien dank der gleichen Religion auch die Gemeinsamkeiten größer. Daher könnten die muslimischen Gemeinden gezielt bei der Integration der Menschen helfen.

Almhamied wünscht sich daher mehr Unterstützung von der Stadt. So habe die Verwaltung zwar genehmigt, dass die Gemeinde für die bis zu 2000 Betenden ein Zelt aufstellen durfte (DNN berichteten). Einen Tag später hätten aber bereits zehn Ämter vor der Tür gestanden und mit Strafen gedroht. Die Bürokratie binde Kraft, die bei der Integration fehle, so Almhamied, der sich einen zentralen Ansprechpartner im Rathaus wünschen würde.

Clemens Hischwald, Ehrenamtskoordinator der Stadt, würdigte die Moscheen als „Partner der Integration in Dresden“. Er wolle sich nun dafür einsetzen, dass die Gemeinden sich enger mit anderen Ehrenamtlichen vernetzen. Zudem wolle er Unterstützung vermitteln, damit auch die muslimischen Gemeinden Fördergelder für die Integration von Flüchtlingen erhalten können.

Von S. Lohse

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