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"Modernste Technik in Sachsen"

"Modernste Technik in Sachsen"

Am Universitätsklinikum eröffnet nächste Woche das neue Diagnostisch-Internistisch-Neurologische Zentrum (DINZ). Dieses beherbergt neben der Klinik für Urologie und Neurologie sowie dem Zentrum für innere Medizin ein hochmodernes Institut für Radiologie.

Von Katrin Tominski

Die DNN warfen vorab exklusiv einen Blick in die neuen Räumlichkeiten.

Der holzverkleidete Raum mutet wie eine Schaltzentrale an. Und irgendwie ist er das auch. Denn hier fließen alle Daten aus den Röntgen-, MRT- und CT-Geräten des gesamten Klinikums zusammen. Hier wird sichtbar, was von außen unsichtbar ist. Auf den Bildschirmen blinken Strukturen, Umrisse und ganze Organe auf. Hinter den Fenstern thronen die Großgeräte, in denen die Menschen mittels Röntgenstrahlen (Computertomographie-CT) und Magnetfeldern (Magnetresonanztomographie-MRT) abgescannt werden. "Das was sie hier sehen, ist die modernste Technik in Sachsen", erklärt Michael Laniado. Er ist der glückliche Direktor der Klinik für Radiologische Diagnostik, die als erste im neuen DINZ den Betrieb aufnehmen konnte. Seit etwa vier Wochen werden die Patienten hier untersucht.

Auf ein Gerät sind die Ärzte besonders stolz. Ein hochmodernes Mammographiegerät ermöglicht, die Brüste von Patientinnen tomographisch zu untersuchen. Die Brüste können somit nicht mehr nur im Ganzen, sondern schichtweise analysiert werden. "Das Gerät gehört zu der modernsten Medizintechnologie, die derzeit zu haben ist", konstatiert Laniado. "Wir sind froh, dass wir mit dem Einzug in das neue Gebäude auch mit diesem Gerät neu beginnen können."

Beim Mammographie-Verfahren analysieren die Ärzte über die Röntgenaufnahmen am Computer das Brustgewebe der Frau. Eventuelle Knoten und Unregelmäßigkeiten lassen sich so erkennen und genauestens orten. Dazu wird die Brust der Frau horizontal und vertikal zwischen zwei Platten platziert und leicht komprimiert. Je stärker die Brüste komprimiert werden, desto besser lässt sich das Gewebe analysieren. "Wichtig ist es deshalb, die erforderliche Kompression mit Einfühlungsvermögen genau zu dosieren", erklärt Radiologe Jost Kopp, der für das Verfahren verantwortlich ist. "Damit dies nicht unangenehm wird, setzen wir ausschließlich speziell geschultes Personal ein."

Das ist jedoch nicht alles, was die neue Radiologie zu bieten hat: Mittels einer Vakuumsaugbiopsie lassen sich Gewebeteile entnehmen. Somit können die Ärzte schon vor der Operation erfahren, ob es sich um gutartiges oder bösartige Gewebe handelt und zielgerichteter operieren. Die Untersuchung sei allerdings nicht mit dem Mammographie-Screening zur Vorsorge zu verwechseln", erklärt Wolfgang Distler, Direktor der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums. "Wir untersuchen Frauen, bei denen ein konkreter Verdacht besteht, oder die zur Nachsorge kommen. Etwa 350 000 Euro hat das Gerät gekostet - im Vergleich zum CT- und MRT-Gerät recht günstig. Für diese mussten insgesamt 3,3 Millionen Euro investiert werden.

Tag der offenen Tür: 9.12.: 14 bis 18 Uhr; 10.12.: 9 bis 13 Uhr

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.11.2011

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