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Modernste Brustkrebsdiagnose: Praxis im Dresdner Uniklinikum bietet neue Form der Früherkennung an

Modernste Brustkrebsdiagnose: Praxis im Dresdner Uniklinikum bietet neue Form der Früherkennung an

Die Überörtliche Radiologische Gemeinschaftspraxis ermöglicht künftig als eine der deutschlandweit ersten Praxen die Diagnostik per Mammaszintigrafie. Dabei handelt es sich um eine neue Form der Brustkrebsfrüherkennung, die in den USA entwickelt wurde.

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Mit dem hochmodernen Gerät (im Hintergrund) lässt sich Brustkrebs zeitig erkennen.

Quelle: PR/K. Ardelt

Sie macht eine leichte und schmerzfreie Fixierung der Brust möglich und ergänzt bildgebende Verfahren wie die gegenwärtig gebräuchliche Mammographie. Eingesetzt wird sie bei sehr dichtem Brustdrüsengewebe oder bei Brustimplantaten.

Angeboten wird die Mammaszintigrafie künftig auf dem Campus des Uniklinikums. Dort nämlich hat die Überörtliche Radiologische Gemeinschaftspraxis neue Räume angemietet. In der Praxis sollen ambulante nuklearmedizinische Untersuchungen angeboten werden. "Wir bauen unsere Abteilung für Nuklearmedizin dort neu auf", berichtet Dr. Marc Amler, Geschäftsführer der Überörtlichen Radiologischen Gemeinschaftspraxis. Leiterin ist Dr. Annette Lewerenz. Die Praxis verfügt über eine Schilddrüsenkamera, Technik für Skelett- und Nierenszintigraphien und eine spezielle Gammakamera. Mit Hilfe dieser Kame- ra kann die eingangs erwähnte Mammaszintigrafie vorgenommen werden.

Das Verfahren funktioniert folgendermaßen: Die Patienten bekommen einen schwach radioaktiven Arzneistoff verabreicht, mit Hilfe dessen Aufnahmen hergestellt werden. Diese Bilder wiederum können von der Gammakamera exakt bestimmt und aufgezeichnet werden. Bei der Mammographie hingegen werden Röntgenaufnahmen von der Brust angefertigt. "Durch die enge Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum bekommen Patienten eine fundiertere und vor allem umfassende Behandlung - und zwar unabhängig davon, ob sie am Uniklinikum oder in der Radiologischen Gemeinschaftspraxis behandelt werden", betont Wilma Jessen, Leiterin der Abteilung für Sozialversicherung und Krankenhauswesen im Sozialministerium.

Die enge Kooperation der Nuklearmedizin des Uniklinikums und der ambulant tätigen Radiologen erzeuge viele Synergien, lobt auch Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums. "Durch die Verzahnung ambulanter und stationärer Einrichtungen profitieren vor allem jene, die eine ambulante Behandlung benötigen." Sie müssten ab sofort nicht mehr eine andere Klinik aufsuchen, sondern können Untersuchen fußläufig im Uniklinikum vornehmen lassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.09.2014

Katrin Richter

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