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Moderne Technik hat ihren Preis: Wasser ist in Dresden teuer

Moderne Technik hat ihren Preis: Wasser ist in Dresden teuer

Dresdens Versorgung mit Trinkwasser ist auch künftig gesichert. Davon geht das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in seinem Grundsatzkonzept bis 2020 aus, das Umweltminister Frank Kupfer (CDU) gestern gemeinsam mit der Drewag präsentierte.

Wichtigste Herausforderungen seien künftig der Klimawandel und der erwartete weitere Rückgang des Verbrauchs, der sich in Dresden seit der Wende halbiert hat. Derzeit liegt er pro Tag und Kopf bei 97 Litern. Die Preise für Trinkwasser sollen laut Drewag auch im kommenden Jahr stabil bleiben.

Auch bei weiterer Erwärmung im Zuge des Klimawandels seien langfristig keine Engpässe zu befürchten und Wasserressourcen ausreichend vorhanden, so der Minister gestern im Wasserwerk Coschütz. Infolge der Flut 2002, von der auch die Talsperren der Region betroffen waren, aus denen Dresden zwei Drittel seines Trinkwassers bezieht, war eine Neuorientierung nötig geworden. In den letzten Jahren wurde der Fokus auf den Ausbau von Rückhalte- und Verbundsystemen gelegt, die auch bei Niedrigwasser oder Havarien die Versorgung sichern sollen. Bis 2020 fließen zudem 30 Millionen Euro in die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur.

Eine wesentliche Rolle für die Dresdner Versorgung spielt das Wasserwerk in Coschütz, das 2011 45,4 Prozent der insgesamt 35 Millionen Kubikmeter Trinkwasser erzeugte. Von hier aus können im Notfall auch die Werke in Hosterwitz und Tolkewitz gesteuert werden, die ihr Wasser über die Elbe gewinnen. Dass das Coschützer Werk derzeit aufgrund der Sanierung der 8,3 Kilometer langen Leitung zwischen Freital und Coschütz außer Betrieb ist, merkt der Verbraucher nicht: "Selbst wenn eines der anderen Werke ausfallen würde, könnte die Trinkwasserversorgung über die Werke in Gottleuba und Brockwitz-Rödern weiter gewährleistet werden, die zusammen 40 000 Kubikmeter Trinkwasser am Tag bereit stellen können", so Michael Weiß vom Betreiber Drewag Netz GmbH.

Handlungsbedarf erzeugt auch der stetig zurückgehende Wasserverbrauch. Mit 97 Litern pro Kopf und Tag liegt Dresden weit unter dem Bundesschnitt von 122 Litern, Tendenz sinkend. Wassersparen ist ökologisch betrachtet eine gute Sache. Doch der sinkende Verbrauch stellt auch vor gewaltige Aufgaben. Die alten Rohrsysteme sind für die geringer werdende Fließmenge zu groß, so dass die Gefahr von Durchflussstörungen wächst. "Hier müssen wirtschaftliche Lösungen wie etwa das Rohr-in-Rohr-System gefunden werden", sagt Umweltminister Kupfer. Nur so könne sicher gestellt werden, dass die Wasserpreise auf Dauer stabil bleiben. Mit 2,13 Euro pro Kubikmeter liegt Dresden jetzt schon im Bundesvergleich weit vorn. Auch wenn laut Drewag Preiserhöhungen nicht anstehen, zahlen die Dresdner vergleichsweise viel, denn in Sachsen ist aufgrund der zahlreichen Investitionen in die Infrastruktur seit der Wende Wasser mit am teuersten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.11.2012

Jane Jannke

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