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Mittelbauinitiative fordert bessere Arbeitsbedingungen an der TU Dresden

Mittelbauinitiative fordert bessere Arbeitsbedingungen an der TU Dresden

Deutlich mehr als 80 Prozent der an der Technischen Universität (TU) Dresden Beschäftigten haben einen befristeten Arbeitsvertrag. Mit dieser auf Angaben des Statistischen Landesamts beruhenden Quote sorgte die TU-Mittelbauinitiative für Stirnrunzeln bei denen, die Dienstag der Einladung zur ersten Vollversammlung der akademischen Gruppe ins Hörsaalzentrum gefolgt waren.

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Johannes Schulz von der TU-Mittelbauinitiative spricht bei der Vollversammlung im Hörsaalzentrum.

Quelle: Uwe Hofmann

Gekommen waren etwa 100 Interessierte, die noch weitere Statistiken zu hören bekamen.

So liege laut Mittelbauinitiative die Laufzeit von knapp 17 Prozent der befristeten Verträge unter sechs Monaten. Für die seit Juni bestehende Initiativgruppe ein Hinweis auf die prekäre Lage, in der sich ihrer Meinung nach viele der Wissenschaftler befinden, die an ihrer Doktor- oder Habilitationsarbeit oder anderen Forschungsprojekten sitzen. „Die Mittelbauinitiative setzt sich dafür ein, dass es Regeln für die Beschäftigung gibt", formuliert daher Stefanie Arzt das vordringliche Ziel. Akademische Karriere sollen planbar werden, lautet etwa eine Forderung. Vor allem diejenigen, die den Doktortitel in der Tasche haben, sollen nicht ins Ungewisse blicken, wenn sie ihre Zukunft an der Uni planen.

Wobei sich derlei Forderungen nur schwer umsetzen lassen. Nur wer in der Bundes- und Landespolitik sowie in den Universitätsgremien aktiv ist, könne etwas bewirken, sagt Arzt. Das liegt vor allem an der schwierigen Finanzlage. Die Länder haben sich jegliche Einmischung des Bundes in Hochschulangelegenheiten verbeten, haben aber offenbar nicht genügend Geld, um ihre Universitäten mit ordentlichen Etats auszustatten. Immer mehr müssen die Unis Drittmittel einwerben, die paradoxerweise indirekt oder direkt vom Bund kommen. Da diese Mittel oft projektgebunden sind, führen sie zu befristeten Arbeitsverträgen.

„Es wäre schon viel gewonnen, wenn das Kooperationsverbot der Hochschulen mit dem Bund aufgehoben würde", findet daher Johannes Schulz von der Mittelbauinitiative. Dieser Schritt wäre von bundesweiter Bedeutung und ist so schnell nicht zu erwarten. Deshalb will sich die Initiative mit Zahlenangaben zu den Beschäftigungsverhältnissen an der TU Dresden rüsten.

Noch bis Ende Dezember läuft eine Online-Befragung, bei der die Teilnehmer unter anderen über Kettenverträge befragt werden. Man habe bisher 750 verwertbare Fragebögen zusammen, sagt Mitinitiatorin Sabrina Herbst. Die Ergebnisse sollen in Gesprächen mit Parteien, Gewerkschaften und der Universitätsleitung als Argumentationshilfe dienen und bei der nächsten Vollversammlung im Januar erstmals vorgestellt werden.

Mehr dazu in der gedruckten Ausgabe der DNN vom 27. November.

Uwe Hofmann

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