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Mitgliederversammlung: Schönherr bleibt Chef der Dresdner Tafel

Nach wochenlangem Streit Mitgliederversammlung: Schönherr bleibt Chef der Dresdner Tafel

Der Vorsitzende des Vereins Dresdner Tafel e.V., Andreas Schönherr, bleibt im Amt. Bei einer Mitgliederversammlung am Mittwochabend konnte Schönherr die gegen ihn erhobenen Vorwürfe komplett ausräumen. Schönherr übte auch etwas Selbstkritik und bekam am Ende von den Anwesenden das Vertrauen ausgesprochen.

Andreas Schönherr konnte alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe entkräften. Er bleibt als Vorsitzender der Dresdner Tafel e.V. im Amt.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Andreas Schönherr, Vorsitzender der Tafel, bleibt im Amt. Am Mittwochabend war er während einer Mitgliederversammlung in die Offensive gegangen, um die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften. Zuletzt hatte er eine anberaumte Versammlung kurzfristig absagen müssen, weil er einen Schwächeanfall erlitten hatte (DNN berichteten).

Schönherr gab sich insbesondere im Bezug auf die durch die Tafel an ihn vergebenen Darlehen und die mit ihm geschlossenen Verträge einsichtig: „Da wurde mit Bauch und Laienverstand entschieden“, sagte Schönherr. Er versprach Besserung, erklärte jedoch nachdrücklich, nie einen Vorteil aus seiner Position gezogen zu haben. Mit den Geldern sei Menschen unkompliziert geholfen worden. Dies gelte auch für Einnahmen aus den „Techno-Partys“, an deren Konzept er trotz großer Kritik festhalten will. „Diese Feiern sind eine Möglichkeit, junge Menschen für uns zu gewinnen“, sagte Schönherr.

Einige der Vereinsmitglieder nutzten die Chance, um kritische Fragen zu stellen. Unter anderem ging es um einen Vertrag über die Programmierung einer Dokumentensoftware zwischen Schönherrs Firma K.f.M und dem Chemnitzer Unternehmen Greenscale über 9000 Euro. In der selben Sache wurde ein Vertrag zwischen der Tafel, die das Programm letztendlich nutzen soll, und K.f.M über mehr als 3000 Euro geschlossen. Der Zweck dieser Konstruktion blieb unklar. Auch darauf, dass Schönherr ein Auto der Tafel mit einem zinslosen Darlehen des Vereins erworben hat und nutzt, aber noch nicht bezahlt hat, wurde nur am Rande eingegangen.

Darüber hinaus erhoben die Kritiker des Tafelvorsitzenden keine Vorwürfe, die über Details, wie etwa Hygienevorschriften, hinausgingen. Konkrete, belastende Fakten, die den Vorwurf der Veruntreuung gegen Schönherr erhärtet hätten, kamen nicht auf den Tisch.

Am Ende der Versammlung sprach folgerichtig eine Mehrheit der Tafel-Mitglieder Schönherr mit nur elf Gegenstimmen das Vertrauen aus.

Von Hauke Heuer

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