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„Mit einem Meisterbrief kann man vieles meistern“ : Gauck appelliert in Dresden an Junghandwerksmeister

„Mit einem Meisterbrief kann man vieles meistern“ : Gauck appelliert in Dresden an Junghandwerksmeister

In der Messe Dresden fand am Sonnabend die Meisterfeier der Handwerkskammer Dresden statt. Rund 3000 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur sowie Angehörige, Freunde und Kollegen würdigten den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung von 407 Handwerksmeisterinnen  und Handwerksmeistern aus 26 verschiedenen Gewerken.

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Quelle: dpa

Der älteste Absolvent zählte 55 Jahre, der jüngste 23.   Als Gast und Festredner nahm Bundespräsident Joachim Gauck an der Meisterfeier teil. Zudem wohnten der Festveranstaltung der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig, Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz, Kurt Biedenkopf, hochrangige Vertreter aus der gesamten Handwerkerfamilie und viele andere namhafte Persönlichkeiten bei.   

„Unsinnige Experimente der EU nerven“  

Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, und Dr. Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer, sorgten auf der einen Seite für eine launige Moderation der Veranstaltung, die unter dem Motto stand „Sachsen ist handgemacht“. Auf der anderen Seite fand der Handwerkskammer-Präsident deutliche Worte zu dem, was das Handwerk derzeit stark bewegt. Die EU prüfe, ob es nicht viel mehr Wachstum gibt, wenn die Qualifikationsschranken zur Ausübung eines Berufes abgeschafft werden, so Dittrich. „Diese unsinnigen Experimente nerven und sie machen uns auch wütend.“

Es sei erst zehn Jahre her, dass an dem bewährten System einer Handwerksordnung durch eine Bundesregierung geschraubt wurde. „Mit verheerenden Ergebnissen.“ So habe sich „die Anzahl der Fliesenlegerbetriebe vervielfacht, aber ausgebildet werden kaum noch junge Leute.“    Bundespräsident Joachim Gauck betonte, dass er im Ausland immer wieder auf das duale Ausbildungssystem in Deutschland angesprochen werde, „für das uns viele Menschen rund um die Welt beneiden“. Es sei ein Garant für wirtschaftlichen und politischen Erfolg. Zudem erklärte er, dass der Meisterbrief nicht nur eine verbriefte Leistung sei, „sondern auch ein Versprechen für die Zukunft. Wer ihn hat, kann vieles meistern.“   

Mehr Handwerksmeister in die Parlamente  

Gauck rief die Jungmeister auf, selbst Lernende zu bleiben, junge Leute auszubilden und über das eigene Unternehmen und Umfeld hinaus aktiv und Vorbild zu werden – nicht nur im wirtschaftlichen Sinne. So wünsche er sich „mehr Handwerksmeister in Parlamenten - wegen der Bodenständigkeit.“ Zudem brauche Deutschland mehr Risikobereitschaft, sagte Gauck mit Blick auf den in den nächsten Jahren anstehenden Generationenwechsel in bundesweit rund  200 000 Handwerksbetrieben. Im Kammerbezirk Dresden sind es rund 3000. Stanislaw Tillich ließ keinen Zweifel, für wie wichtig die sächsische Landesregierung das Handwerk und die Meisterausbildung erachte.

„Wir werden darum kämpfen,  in Berlin und in Brüssel, dass der Handwerksmeister auch zukünftig verbrieft bleibt.“   Die zehn besten Meisterabsolventen des Jahrganges 2014 wurden in der Messe Dresden mit der Übergabe der Meisterbriefe während der Festveranstaltung geehrt. Zudem bekamen zwei Meister und eine Meisterin mit hervorragenden Abschlüssen ein Darlehen der Sächsischen Aufbaubank mit besonders günstigen Konditionen. Im Vorfeld der Meisterfeier gab es in einer Messehalle eine Ausstellung. In der präsentierten sich einige Gewerke. Zudem zeigten Jungmeister ihre Meisterstücke.

Catrin Steinbach

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